Archiv für den Monat: Januar 2016

Mit Lichtpunktschießen bei Kindern „Nerv getroffen“

Mit Lichtpunktschießen bei Kindern „Nerv getroffen“

Schützenverein Wiefelstede hat am Sonnabend gut zehn interessierte Kinder zu Gast

Auch Arijeta (9), Fleiger (9) und Jan (9) interessierten sich am Sonnabend fürs Schießen mit dem Lichtpunktgewehr. Der Schützenverein Wiefelstede hatte zu einem ersten Schnuppertraining für die neue Gruppe eingeladen.

Auch Arijeta (9), Fleiger (9) und Jan (9) interessierten sich am Sonnabend fürs Schießen mit dem Lichtpunktgewehr. Der Schützenverein Wiefelstede hatte zu einem ersten Schnuppertraining für die neue Gruppe eingeladen.

Gute Stimmung herrschte am Sonnabend beim Schützenverein in Wiefelstede. Der Verein hatte Kinder ab acht Jahren zu einem „Schnupperschießen“ mit dem Lichtstrahl, der auf eine elektronische Zielscheibe trifft, in die Schießhalle an der Gristeder Straße eingeladen. Und knapp zehn Kinder – Mädchen und Jungen – kamen. Sie alle durften die vier neuen Lichtpunktgewehre des Vereins ausprobieren.

Julian Jochens, mit 22 Jahren frischgebackener Leiter der neuen Abteilung Lichtpunktschießen, hat schon als Kind gern auf Schützenfesten oder dem Kramermarkt in Oldenburg an den Schießbuden gestanden und Rosen, Teddybären und andere Utensilien „erschossen“. Heute betreut er die Kinder beim Übungsschießen. „Wir wollen Kinder schön frühzeitig an diesen Sport heranführen, denn mit zwölf Jahren können sie schon mit dem Luftgewehr schießen“, so Jochens.

Kevin (9) war schon sehr erfolgreich und hat gleich beim ersten Mal mehrmals die 10 getroffen. „Es hat großen Spaß gemacht“, sagt Kevin und wartet schon wieder darauf, dass ein Platz frei wird. Währenddessen entspannt er sich beim „Schiffe versenken“. Er ist noch nicht Vereinsmitglied, aber es hat den Eindruck, dass Jochens ihn wohl bald als „Neuzugang“ gewinnen kann. „Vielleicht trete ich bald in den Verein ein“, sagt Kevin und sieht, dass schon wieder ein Platz an einem Gerät frei geworden ist.

Auch Jasper Spoede, stellvertretender Sportleiter, „unterrichtet“ heute die kleinen Schützen. „Wichtig ist, dass der Körper entspannt ist“, meint der Sportler. „Das erreicht man am besten, wenn man langsam ausatmet und dann abdrückt“, weiß Spoede. Das hatte wohl auch Benita (10) verstanden, denn ihre Ergebnisse waren mehr als lobenswert. „Obwohl das Gewehr ein bisschen schwer auf der Schulter lag“, hatte sie festgestellt“. Immerhin wiegt das Gewehr rund 1,5 Kilogramm – für für einen Kinderkörper sicherlich kein leichtes Gewicht. „Aber es war toll, als ich meine Ergebnisse sah“, berichtet sie mit Stolz. Jendrik (9) möchte „auch wohl dabei bleiben“, wie er sagt. Seine Mutter hatte den Bericht in der Zeitung gelesen und ihn gefragt, ob das was für ihn wäre. „Ich wollte aber nicht so gern allein gehen, da habe ich meinen Freund Kevin gefragt und jetzt sind wir beide hier“, sagte Jendrik.

Offenbar hat der Schützenverein bei einigen Kindern sinnbildlich den „Nerv getroffen“ beim Lichtpunktschießen. Ein Lichtpunktgerät verschießt keine Munition und ist deshalb nicht den Waffen zuzurechnen. Somit kann es von allen Altersstufen benutzt werden. Ein Adapter, der einen Lichtstrahl aussendet, wird an einer Sportwaffe befestigt. An der Zielscheibe befindet sich ein Sensor, der die Lage des eintreffenden Lichtstrahls auf einen Zehntelmillimeter genau feststellt und am Computer anzeigt.

Immer sonnabends ab 15 Uhr soll das Lichtpunktschießen in Zukunft im Schützenverein in Wiefelstede stattfinden, parallel zum Training der Jugendabteilung. Empfohlen wird die Teilnahme ab etwa acht Jahren. Möglich ist sie allerdings bereits ab sechs Jahren.

 

 

Text & Bild: Eilert Freese

Quelle:NWZonline

Schützenverein will Kinder noch früher gewinnen

Am 16. Januar erstmals Schnuppertraining fürs Lichtpunktschießen – Für Kinder  ab sechs Jahren möglich

Mattis und Julius (10, vorne) legen mit dem Lichtpunktgewehr an. Die neue Gruppe wird von Julian Jochens (links) betreut. Ihm stehen weitere sieben Betreuer zur Seite – und Jugendtrainer Burghard Tönjes (2. von rechts).

Mattis und Julius (10, vorne) legen mit dem Lichtpunktgewehr an. Die neue Gruppe wird von Julian Jochens (links) betreut. Ihm stehen weitere sieben Betreuer zur Seite – und Jugendtrainer Burghard Tönjes (2. von rechts). Bild: Claus Stölting

Empfohlen wird die Teilnahme ab etwa acht Jahren. Ein Lichtstrahl, der auf eine elektronische Zielscheibe trifft, „ersetzt“ echte Munition.
Vier Lichtpunktgewehre wurden angeschafft.

Jugendtrainer Burghard Tönjes hatte es bereits seit 2013 anlässlich der jährlichen Generalversammlung immer wieder angemahnt: Der Schützenverein Wiefelstede müsse ins Lichtpunktschießen einsteigen, um auch Kinder unter 12 Jahren bereits für den Schießsport zu gewinnen. Nun steigt der Verein in der Tat ein: Am Sonnabend, 16. Januar, wird es ab 15 Uhr erstmals ein Schnuppertraining in der Schießhalle an der Gristeder Straße geben, zu dem alle interessierten Kinder – Mädchen wie Jungen – ab etwa acht Jahren herzlich eingeladen sind.

Gewehre angeschafft

Beim Lichtpunktschießen wird ein spezielles Gewehr verwendet, das beim Aktivieren des Abzugs einen Lichtstrahl erzeugt, der auf eine elektronische Zielscheibe trifft. Der Schützenverein Wiefelstede hat im Dezember vier solcher Gewehre und die dazu gehörenden elektronischen Zielscheiben erhalten, die in die regulären Zielscheiben für die Luftgewehrschützen eingesetzt werden können. Auch eine Betreuermannschaft für die neue Lichtpunktgruppe steht bereits. Die neue Disziplin ist der Jugendabteilung des Vereins angegliedert, stellvertretender Jugendleiter Julian Jochens hat künftig bei den Kindern das Sagen. Ihm stehen als ausgebildete Sportleiter Maike Thien, Sven Wempen, Urte Siemen, Ingrid Janßen, Marcus Müller, Monika Helms und Volker Hagendorff zur Seite. Immer sonnabends ab 15 Uhr soll das Lichtpunktschießen dann stattfinden, parallel zum Training der Jugendabteilung.

Früh Angebot machen

„Viele Kinder orientieren sich bereits vor der Grundschule und entscheiden sich für eine Sportart oder ein Hobby“, weiß Sven Wempen. Da heißt es für die Vereine, frühzeitig ein Angebot zu machen, um Nachwuchs zu gewinnen. Schließlich dürfen Kinder mit dem Luftgewehr erst ab 12 Jahren schießen, ab zehn Jahren mit einer Ausnahmegenehmigung. Lichtpunktschießen ist bereits ab sechs Jahren möglich, das empfohlene Einstiegsalter liegt bei etwa acht Jahren, weiß Julian Jochens.

Der Schützenverein hat bei entsprechendem Interesse von Kindern bereits für den kommenden Herbst gleich mal eine Vereinsmeisterschaft der Lichtpunktschützen im Blick und strebt zudem eine Teilnahme an der Kreismeisterschaft im Frühjahr 2017 an, berichtet Monika Helms. Sogar Bezirks- und Landesmeisterschaften finden in dieser Disziplin statt.

Da es sich auch beim Lichtpunktschießen um eine Konzentrationsdisziplin handelt, stehen den Kindern in den Trainingspausen in der Schützenhalle auch ein Tischkicker und Gesellschaftsspiele zur Lockerung zur Verfügung. Und natürlich haben die Betreuer auch in diesen Schießpausen ein besonderes Auge auf die Kinder, die zum Schnuppertraining am Sonnabend, 16. Januar, nur das Interesse am Schießen mitbringen müssen.

„Übergänge fließend“

Natürlich hoffen die Verantwortlichen des Vereins, dass die Kinder dann im Alter von 10 bis 12 Jahren auch in die Wiefelsteder Jugendabteilung wechseln und dem Schießsport auch weiterhin erhalten bleiben. „Die Übergänge sind ja fließend“, sagt Burghard Tönjes.

Quelle: NWZOnline