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Nachwuchs hatte Schützenfest im Griff

Los geht’s: Am Montagnachmittag zog der Umzug der Kinder durch die Wiefelsteder Ortsmitte. Viele hatten bunte Blumenstöcke dabei.
Bild: Jens Schopp

Da war noch mal ein richtig toller Nachmittag beim 129. Wiefelsteder Schützenfest: Gegen 14.30 Uhr formierten sich auf der Kirchstraße zwischen Kirche und Rathaus rund 300 Eltern mit ihren Kindern zum großen Umzug. Über die Kirchstraße ging es zum Festplatz an der Gristeder Straße. Etliche Kinder hatten einen richtig schönen Blumenstock dabei. Das wurde belohnt. Im Festzelt verteilten Bürgermeister Jörg Pieper, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke und SPD-Ratsvorsitzender Jörg Weden kleine Präsente an die Kinder. Die lokale Politprominenz hatte sichtlich Spaß, dem Schützennachwuchs kleine Snacks zu überreichen.

Grüne Shirts für Kinder

Und noch einmal die jüngste Generation: Ehrenpräsident Dirk Siemen hatte wieder grüne Shirts mit den Namen von den Kindern und dem Wappen Wiefelstedes in Gold drucken lassen. „Rund 25 Eltern, die Mitglied im Schützenverein sind, haben sich bei mir gemeldet“, berichtete Siemen. Die Kinder trommelte der Ehrenpräsident schnell zusammen. Die Betreiber des Kettenkarussells hielten kurzzeitig das Fahrgeschäft an, damit sich die Kinder und der Vorstand des Schützenvereins positionieren konnten.

 

Schützenpräsident Andre Koch war mit den Tagen des Festes und den Veranstaltungen davor äußerst zufrieden. „Nach zwei Jahren Pause hätte es nicht besser laufen können“, sagte Koch am Montagnachmittag. Alles hätte gepasst, alles sei bisher friedlich geblieben. Und auch die Aktionen, die die Schützen vorab veranstaltet hätten, seien gut über die Bühne gegangen. Sei es das Betriebsschießen oder das Finale im Stapeln der Bierkästen am Donnerstag gewesen. Die Besucher hätten alles gut angenommen.

Erste Mal beim Umzug dabei

Schön fanden es auch die beiden Mütter Christina Engelhardt und Nina Ahlers. Sie waren mit ihren beiden Kindern Tilda und Linus (jeweils 4) zum Umzug zur Kirchstraße gekommen. „Es war fast schon ein bisschen zu heiß an diesem Nachmittag“, so Christina Engelhardt. Die beiden Frauen waren das erste Mal mit ihren Kindern beim Zug dabei. Für die Schützen und die Band vorneweg gab es Marscherleichterung. Die Jacken blieben im Schrank. „Das ist mit Jacke ja wie eine grüne Sauna“, so ein Mitglied des Schützenvereins nach dem Marsch durch das Dorf.

Am Abend hatten die Schützen noch einmal ins Zelt geladen, wo der Abschluss des Schützenfestes 2022 gefeiert wurde.

Bild & Text Jens Schopp
Quelle: NWZonline

Das kleine Fest vor der großen Schützenparty

Wettkampf auf dem Schießstand in der Schützenhalle: Am Montag begann beim Schützenverein Wiefelstede das Betriebeschießen.

Es sei wie ein kleines Schützenfest davor. So bezeichnen die Organisatoren des Wiefelsteder Schützenfestes die beiden Wochen vor der großen Party. Am Montag begann das Betriebeschießen.

Es sei das kleine Schützenfest vor dem eigentlichen Schützenfest, sagt die seit Samstag amtierende Damenkönigin des Schützenvereins Wiefelstede, Monika Strothmann. Was sie meint, sind die beiden Wochen vor der großen Sause.

In der vergangenen Woche traten diverse Schützenvereine aus dem Ammerland zum so genannten Vereinsschießen an. Seit Montag läuft in der Wiefelsteder Schützenhalle das Betriebsschießen. „Firmen oder auch Nachbarschaften können ohne Anmeldung vorbeikommen und sich an dem Wettbewerb beteiligen“, sagt Strothmann. Bis Donnerstag wird noch in der Halle auf dem Schützenplatz geschossen.

Es wird auch geknobelt

Und es darf auch ab jeweils 19 Uhr geknobelt werden. Zu gewinnen gibt es bei beiden Wettbewerben jeweils Wurst-, Käse- und Schinkenpreise. Die Vereine, einige seien auch noch beim Betriebsschießen vertreten, berichtet Monika Strothmann, schössen um andere Preise. „Da geht es um Pokale“, so die Damenkönigin.

Bis zum letzten Tag am Donnerstag werde es jeden Abend voller in und um das Schützenhaus, weiß Monika Strothmann. Zumal am Donnerstag auch das Finale im Wettbewerb „Bierkästen stapeln“ auf dem Schützenplatz anstehe.

Route des Festumzuges

Was jetzt feststehe, sei die Route, die die Schützen marschieren zum Abholen der Könige am Sonntagmittag. Dazu treten sie um 13 Uhr bei Rabes Gasthof an. Von dort geht es in die Mühlenstraße, weiter über Am Esch, in den Wemkendorfer Weg, dann in die Gartenstraße, der Fußweg am Kindergarten wird genommen, von dort geht es in den Thienkamp, dann in den Bäkekamp. Schließlich zurück über den Thienkamp, in den Wemkendorfer Weg, weiter über Am Esch, vor dort in die Mühlenstraße und schließlich in die Kirchstraße. Dort werden um 14 Uhr am Rathaus die Delegationen der auswärtigen Vereine empfangen. Gemeinsam marschiert man dann zum Festplatz an der Gristeder Straße. Die Organisatoren des Schützenfestes sind zuversichtlich, dass die Wiefelsteder die Straßen und Häuser entlang der Zugstrecke auch in diesem Jahr wieder festlich schmücken werden.

Bild & Text: Jens Schopp

Quelle: NWZonline

Erst große Enttäuschung, dann helle Freude bei Schützen

Lockere Runden am Getränkestand: Am frühen Dienstagabend stand fest, dass es mit Bierkisten stapeln an diesem Tag nichts wird. Aber es gab später eine Wendung.

Alles passte eigentlich, um den Wettbewerb im Bierkasten stapeln auf dem Wiefelsteder Schützenfest zu starten. Aber es gab zu wenige Anmeldungen. Im Laufe des Abends kam dann aber die Überraschung.

Für die Organisatoren des Wiefelsteder Schützenfestes war es am Dienstag eine kleine Achterbahnfahrt der Gefühle. Eigentlich sollte auf dem Schützenplatz am Abend der Wettbewerb im Bierkisten stapeln starten. Nur: Als das Publikum sich um 19.30 Uhr vor der Halle der Schützen einfand, tat sich nichts. Den Juxwettbewerb hatten die Verantwortlichen des Schützenvereins Wiefelstede für diesen Tag kurzerhand abgesagt.

„Es haben sich nur drei Mannschaften angemeldet. Die lassen wir am Donnerstag gleich im Finale gegeneinander antreten“, sagt Timo Broziat, erster Vizepräsident der Schützen.

Die Enttäuschung über die schwache Resonanz konnte er dabei kaum verbergen. War doch das Stapelturnier vor drei Jahren, beim vorerst letzten Schützenfest im Ort, ein richtiger Publikumsmagnet gewesen. Am Finaltag wurde der Platz förmlich überrannt. Rund 800 Besucher wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

• Erst nur drei Teams

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause dann das: „Ich denke, dass viele eben wegen Corona nicht teilnehmen oder alte Mannschaften auseinander gefallen sind“, so Broziat. Lediglich das Damenteam „Rosatas“, das „Team Löwentor“ (Fliesen Brunken) und eine Mannschaft der Zimmerei Lück hatten sich für Dienstagabend gemeldet.

Einfach zu wenig, um eine Vorrunde auszutragen, befanden die Schützen. Die geplante Zwischenrunde am Mittwoch wurde gleich mit abgesagt. Die Verantwortlichen einigten sich auf eine Finalrunde mit den drei Mannschaften am Donnerstag, 11. August.

Aus dem geplanten Juxturnier mit den Bierkästen wurde ein lockerer Abend bei lauem Sommerwetter rund um den Getränkestand vor dem Schützenhaus. Die Wiefelsteder trafen sich, man plauderte.

Besucher, die etwas später auf den Platz kamen, wunderten sich zunächst. „Wie, kein Kisten stapeln?“, fragte CDU-Ratsherr Heinz-Gerd Claußen, als er eintraf.

• Wendung

Dann die Wendung: Im Laufe des Abends kam Bewegung in die ganze Sache, wie Timo Broziat am Mittwochmorgen berichtete. Spontan hatten sich weitere vier Mannschaften auf dem Schützengelände zusammengefunden.

„Da bin ich fast verrückt geworden“, sagte der anfangs enttäuschte Broziat. Die „Rosatas“ hätten sich die Bierkästen geschnappt und geübt. „Das haben andere gesehen und sich sofort zusammengeschlossen“, so das Vorstandsmitglied. Jetzt werde man am Donnerstag ab 19 Uhr auf dem Schützenplatz das volle Programm in Sachen Bierkisten stapeln bieten.

• Und das sieht so aus: Um 19 Uhr beginnen die „Showgirls“ damit, die Kästen ineinander zu stecken. Um 19.25 Uhr folgen die „Rosatas“, 19.50 Uhr tritt das gemischte Team von AVC an, 20.15 Uhr ist „Gemischtes Hack“ dran, ebenfalls eine gemischte Mannschaft. 20.40 Uhr versuchen die Männer der „Hafensänger“ ihr Glück, 21.05 Uhr kommt das „Löwentor“ zum Einsatz und am Schluss, gegen 21.30 Uhr, die Jungs der Zimmerei Eckard Lück.
 

Für die Organisatoren des Wettbewerbs ein echtes Happy End, wie Broziat sagt.

Bild & Text: Jens Schopp
Quelle: NWZonline

Die Bierkästen werden wieder quer gestapelt

Jede Menge Druck: Der ist erforderlich, damit die Reihe der gestapelten Bierkisten nicht auseinander bricht.

Die Bierkästen werden vor dem Schützenfest wieder quer gestapelt. Die ersten Mannschaften trainieren schon auf dem Schützenplatz.

Mehr als 280 leere Bierkisten hat Thomas Brüntje gut weggeschlossen. Die werden gebraucht. Und zwar ab Dienstag, 9. August. Dann startet sozusagen das Vorprogramm des Wiefelsteder Schützenfestes. Und das ist das Querstapeln von Bierkästen. Das letzte Mal fand die Gaudi 2019 statt. Die geplanten Feste danach fielen bekanntlich der Corona-Pandemie zum Opfer. Jetzt organisiert Thomas Brüntje, Wirt in der Schützenhalle, den Spaß wieder.

Worum geht’s beim Bierkisten-Querstapeln? Die Teams aus fünf Staplern haben maximal 15 Minuten Zeit und müssen dabei möglichst viele Bierkisten horizontal stapeln – und dann fünf Sekunden in der Luft halten. Die Kante, an der Kiste in Kiste greift, ist gerade mal einen Zentimeter hoch: Da ist vorne und hinten in der Stapelreihe viel Druck nötig, um die Kisten zusammenzuhalten. Und die übrigen Teammitglieder reichen dem „Vorstapler“ nicht nur die Kisten an, sondern müssen auch immer wieder die Reihe zusammenhalten, damit sie nicht auseinanderbricht.

Zwei Tage Vorrunde

Die ersten Mannschaften trainierten bereits regelmäßig auf dem Schützenplatz, weiß Thomas Brüntje. „Einige Teams haben noch gar nicht trainiert“, sagt Brüntje. Die gingen wohl ohne Übungsstunden in den Wettbewerb. Auch das Team einer Wiefelsteder Zimmerei könne nicht üben. „Die haben auf dem Bau so viel zu tun. Die haben gar keine Zeit zu trainieren“, so der Gastronom des Schützenvereins Wiefelstede.

An den ersten beiden Tagen, Dienstag, 9., und Mittwoch, 10. August, ist die Vorrunde angesagt. Einen Tag vor dem Start des Schützenfestes, Donnerstag, 11. August, steigt dann das Finale. „Da waren bei der vergangenen Finalrunde gut 800 Menschen auf dem Schützenplatz“, erinnert sich Thomas Brüntje. Man sei am Finaltag geradezu überrannt worden.

Sowohl Frauen- als auch Männerteams treten bei dem Wettbewerb an. Und zwei Wiefelsteder Mannschaften, Frauen und Männer, sorgten vor drei Jahren auch außerhalb der Gemeinde für Furore. Die Wiefelsteder Stapelteams „Jungbullen“ bei den Herren und „Rosatas“ bei den Damen sorgten bei den offenen Deutschen Meisterschaften im Bierkisten-Querstapeln in Rotenburg für eine faustdicke Überraschung. Die bis dahin noch ungeschlagenen Meister vom „Werkstattclub“ aus Scheeßel verloren ihren Titel. Die „Jungbullen“ brachen den Rekord und siegten mit 72 Kisten. Und die Damen taten es ihnen nach: Die „Rosatas“ gewannen mit 34 Kisten gegen die „Black Magic Girls“ aus Bothel, die es auf 31 Kisten in Reihe brachten.

Sauerländer Kisten

Die leeren Bierkisten in Wiefelstede stammen von einer Brauerei im Sauerland. „Die bringen die Bierkisten nach Wiefelstede“, so Brüntje. Er bezahlt an die Brauerei nur das Pfandgeld, das er nach dem Wettbewerb wieder bekommt.

Wer mit einer Mannschaft beim Bierkastenstapeln mitmachen möchte, kann sich bei Timo Broziat vom Wiefelsteder Schützenverein anmelden. Und zwar per E-Mail unter: timo.broziat@schuetzenverein-wiefelstede.de

Das Programm auf einen Blick

Am Freitagabend, 12. August, geht es los. Einlass auf das Festgelände ist ab 19 Uhr. Den Auftakt macht Micha von der Rampe. Ein deutscher Entertainer und Schlagersänger, dessen Markenzeichen eine blaue Tuba ist. Ab 21 Uhr legen dann die DJ´s der „Compact-Disco“ im Festzelt auf. Der Platzeintritt an diesem Abend beträgt 10 Euro pro Person.

Der Samstag beginnt um 18.30 Uhr mit der offiziellen Eröffnung des Schützenfestes. Der Bürgermeister übergibt den Rathausschlüssel dem amtierenden Schützenkönig vor dem Rathaus. Der Umzug zum Festplatz beginnt und um 19 Uhr. Von der Kichstraße geht es über die Hauptstraße und August-Hinrichs-Straße, auf den Schützenplatz in der Gristeder Straße. Die holländische Blaskapelle „Blanke Bössels“ und der „Brass und More“ Wiefelstede werden für eine gute Stimmung beim Umzug und auf dem Festplatz sorgen. Um 20 Uhr eröffnet die Band „Play High“ den Festball und begleitetet die Besucher mit aktuellen Hits, Schlagern und Rocksongs aus den vergangenen 30 Jahren durch den Abend – und das alles live. Der Eintritt ist frei.

Am Sonntagmorgen ab 8 Uhr zieht der Wiefelsteder Spielmannszug als Weckdienst durch den Ort. Um 13 Uhr treten die Wiefelsteder Schützen beim Lokal „Raabe“ an und holen ihre Königinnen und Könige ab. Den Empfang auswärtiger Schützenvereine gibt es um 14 Uhr zwischen dem Rathaus und der Kirche. Von dort marschieren alle gemeinsam zum Festplatz mit verschiedenen Musikzügen: der Spielmannszug Wiefelstede, der Spielmann- und Fanfarenzug Hahn-Nethen und die „Blaanke Bössels“ aus Holland. Am frühen Nachmittag lädt die Damenabteilung des Schützenvereins alle Seniorinnen und Senioren aus der Gemeinde Wiefelstede und Umgebung zum Klönschnack bei Kaffee und Berliner ein.

Um 16 Uhr wird eine weitere jahrelange Tradition gepflegt und der älteste Wiefelsteder Schützenhut auf dem vereinseigenen Hau-den-Lukas zerschlagen.

Wer noch nicht genug gefeiert hat, kann am Montag ab 8.30 Uhr in der Schützenhalle beim Frühschoppen weitermachen. Ab 14.30 Uhr stehen die Kinder im Fokus, beginnend mit einem Umzug der Kleinen vom Rathaus zum Festplatz. Dort angekommen beginnt die große Kindergaudi mit diversen Spielen und Preisen (Kletterbaum, Glücksrad u.s.w). Abends ab 20 Uhr gibt es eine letzte Party mit der Coverband Holy Moly, DJ Lars Krüger und Moderator DJ Wolle. Holy Moly spielen aktuelle Radio-Hits, Party-Klassikern oder präsentieren ihren einzigartigen Mixstücke – alles live.

Der Höhepunkt des Abends ist die Wahl der Schützenliesel gegen 22 Uhr. Die Bewerberinnen stellen sich zunächst vor und tanzen mit einem Partner ihrer Wahl. Darauf folgt eine Polonaise durch das Festzelt und die Stimmvergabe der männlichen Besucher. Kurz nach Mitternacht wird die Siegerin bekanntgegeben. Der Eintritt beträgt 5 Euro pro Person.

Quelle: NWZonline

Bild: Micha von der Rampe

Text: Lisa Kim Hentschel