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Bierkästen stapeln ist in Wiefelstede ein Publikumsmagnet

Der „Alkohol-Vernichtungs-Club“ in Aktion: 41 Kisten schafften sie beim ersten Start beim Stapeln in Wiefelstede. Bild: Jens Schopp

War das ein Spaß: Nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona stand auch das Aufwärmprogramm für das Wiefelsteder Schützenfest wieder an. Sieben Mannschaften waren Donnerstagabend zum Querstapeln von Bierkästen zunächst aufgelaufen. Ein achtes Team hatte sich spontan gemeldet und wurde ins Programm aufgenommen. Eine Gruppe junger Mädchen aus dem Ort, meist Töchter der Damenmannschaft „Rosatas“, trat ebenfalls an. Und die „Stapelkids“ sorgten für ordentlich Stimmung auf dem Schützenplatz.

Dass der Wettbewerb vor der eigentlichen Schützenparty längst ein Publikumsmagnet geworden ist, war erst recht nach der zweijährigen Auszeit zu sehen. Rund 500 Besucher genossen das tolle Sommerwetter am Schützenhaus und feuerten die Stapelathleten und -athletinnen an. Schützenpräsident Andre Koch und sein Vize und Moderator des Abends, Timo Broziat, waren rundum zufrieden. Erst sah es am Dienstag noch so aus, als würde Bierkasten stapeln in diesem Jahr auf Sparflamme gekocht. Nur drei Teams hatten sich angekündigt.

Tolle Stimmung

Dann aber war das Gegenteil der Fall. Die Stimmung konnte nicht besser sein. Immer mehr Besucher zog es im Laufe des frühen Abends an die Gristeder Straße. Die „Showgirls“ des Wiefelsteder Karnevalsvereins „Lachende Bütt“ machten den Anfang. 45 Kisten kriegten die Damen zusammen. „Für das zweite Mal ganz gut“, sagte Sonja von Seggern. Am Dienstag beim Betriebsschießen habe man sich zusammengefunden, berichtete sie. Als Karnevalsverein hätte man am liebsten eine Schnapszahl erreicht, so von Seggern. Dann hätte man aber bei 44 aufhören oder es bis 55 und weiter schaffen müssen.

Souverän verteidigten die Damen der „Rosatas“ ihren Titel. 61 Kisten brachten sie zusammen, ehe die Reihe auseinander fiel. Im Training hatten es die Deutschen Meisterinnen des Wettbewerbs auf 64 Rahmen geschafft.

Der „Alkohol-Vernichtungs-Club“ aus Gristede hatte sich 40 Kisten zum Ziel gesetzt. Ohne Training schafften sie aus dem Stand 41 Kästen. „Wir wollten es bis zum Autoscooter schaffen“, sagte Dominik Jürgens spaßhaft. Der steht am Ende des Platzes.

Die Damen-Herrenmannschaft „Gemischtes Hack“ kam auf 44 gestapelte Kisten, in zwei Anläufen. Beim ersten Mal war nach 37 Kästen Schluss.

Als die „Hofsänger“ als reine Männermannschaft antraten, wurde die Bierkasten-Linie lang. 67 Stück steckten sie zusammen und waren anschließend fix und fertig.

Zimmerleute souverän

„Löwentor“, ein Team der Firma Fliesen Brunken, kam schweißgebadet auf stolze 76 Kisten im ersten Versuch. Beim zweiten Anlauf waren es dann noch einmal 68 Bierkästen.

Das beeindruckte die Männer der Zimmerei Lück nicht. Unter Anweisung ihres Trainers und Chefs Ekhard Lück steckten sie 78 Rahmen zusammen. Das war der erneute Sieg nach 2019. „Nichts Anderes habe ich von meinen Jungs erwartet“, so Lück lachend.

Gewinnerinnen der Herzen aber waren die sieben Mädchen, die bei den Trainings der „Rosata“ mitgemacht und sich dann spontan angemeldet hatten. 25 Kisten bekamen die „Stapelkids“ zusammen, dann verließen sie die Kräfte. Die kamen mit dem schönen Applaus und den Kaltgetränken, kredenzt von Schützen-Chef Andre Koch, aber schnell wieder zurück.

Bild & Text: Jens Schopp
Quelle: NWZonline