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Schützen beschenken Kinder

Einmal Geschenke einladen: Alexander Krumnow (links) holte sie gestern bei Dirk Siemen (rechts) ab. Jörg Weden half beim Beladen des Autos.

Der Schützenverein Wiefelstede beschenkt wieder die Bewohner des „Kinderhofes Wehde“. Am Donnerstag wurden die Päckchen beim Alt-Präsidenten des Vereins, Dirk Siemen, abgeholt.

Seit gut 38 Jahren ist es Brauch, dass die Wiefelsteder Schützen sich vor Weihnachten um Geschenke für die Kinder und Jugendlichen des „Kinderhofes Wehde“ bei Neuenburg/Zetel kümmern. Auch in diesem Jahr sollte mit der Tradition nicht gebrochen werden, obwohl wegen Corona der Ablauf etwas geändert werden musste.

Von den Trinkgeldern, die während des Schützenfestes gesammelt werden, und Überschüssen aus anderen Aktionen des Schützenvereins (SV) Wiefelstede werden jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit kleinere Wünsche der Bewohner dieser Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung erfüllt. Diese schreiben auf eine Karte ihre Wünsche, die von elektrischem Spielzeug über Haushaltswaren bis hin zu Bettwäsche und Textilien reichen. Die Schützen kümmern sich anschließend darum, dass die Wünsche wahr werden. „Gut eine Woche vor Weihnachten bringen wir die Sachen, festlich eingepackt von Christa Freymuth, dann zum „Kinderhof“, wo sie während einer kleinen Feier überreicht werden“, erzählt Dirk Siemen, „Alt-Präsident“ des SV Wiefelstede.

In diesem Jahr ist alles etwas anders. So konnte das Schützenfest nicht stattfinden, was bedeutete, dass es keine Einnahmen gab. Auch andere Veranstaltungen der Schützen mussten ausfallen. Um die Weihnachtsaktion auch dieses Mal durchführen zu können, rief Siemen zu einer Spende auf. „Ich bin überwältigt von der Bereitschaft unserer Mitglieder, hier zu helfen und zu unterstützen“, war er von der Resonanz beeindruckt. Alle Wünsche konnten erfüllt werden.

Bescherung für Kinder

Beeindruckt zeigte sich auch Alexander Krumnow, der zusammen mit seiner Frau Melanie den „Kinderhof Wehde“ leitet. „Gerade in diesem Jahr hat es uns gefreut, dass die Tradition fortgesetzt werden konnte, fällt doch in dieser Zeit vieles aus. Es war kein einfaches Jahr für alle – und es ist grandios, was die Schützen hier auf die Beine gestellt haben.“ Da die Geschenke nicht persönlich vor Ort abgegeben werden können, wurden sie jetzt von Alexander Krumnow aus Wiefelstede abgeholt. In der kommenden Woche werden sie dann den Kindern und Jugendlichen überreicht.

 

Bild & Text: Erhard Drobinski

Quelle:NWZonline

Ein Krippenspiel als Dankeschön

Ein Krippenspiel als Dankeschön

Die Kinder dürfen jedes Jahr einen Wunschzettel schreiben.

Wir beschenken seit fast 40 Jahren Bewohner im Kinderhof Wehde.
Am 4. Advent sagten die Kinder in Wiefelstede „Danke“.
„Liebe Familie Siemen und Helfer! Ich feier schon das 2. Mal mit euch Weihnachten. Wir haben immer eine schöne Feier, ich freue mich schon darauf!“ So beginnt der Wunschzettel von Andreas. Er lebt im Kinderhof Wehde in Neuenburgerfeld. Dort sind Kinder und Jugendliche untergebracht, die aus ihren Familien herausgenommen wurden. Seit 37 Jahren werden sie zu Weihnachten vom Schützenverein Wiefelstede beschenkt. Auch in diesem Jahr haben die derzeit 16 Kinder und Jugendlichen am 21. Dezember Besuch aus Wiefelstede bekommen. „Danke sagen“ wollten sie in diesem Jahr allerdings schon vorher – in Wiefelstede: Am Sonntag, 4. Advent, haben sie in der Schützenhalle an der Gristeder Straße ein Krippenspiel aufgeführt.
Wiefelstedes Schützenpräsident Dirk Siemen organisiert die Bescherung mit seinen Schützen seit 1994, hat die Aufgabe damals vom zweiten Vorsitzenden Klaus Seidel übernommen, der gestorben war. Seidel hatte sich in den 1980er Jahren vorgenommen, einer sozialen Einrichtung zu helfen, falls er seine schwere Erkrankung überstehen sollte, weiß Siemen, der 1994 gerade zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt worden war: „Er überstand die Krankheit. Damit begann die ganze Geschichte.“
Alljährlich im November schreiben die Bewohner des Kinderhofs ihre Wunschzettel – wie in diesem Jahr eben auch Andreas. Und auch die Leitung des Kinderhofs darf Wünsche nennen, was etwa an Spielen benötigt wird. Fast ein Drittel des benötigten Geldes bringen anlässlich des Wiefelsteder Schützenfestes die Pächter in der Schützenhalle, Jutta und Thomas Brüntje, mit ihrer Belegschaft auf: „Sie geben ihre Trinkgelder dafür“, weiß Siemen. Private Spender aus der Gemeinde geben ebenso Geld dazu wie die Spargemeinschaft in der Schützenhalle. Die schätzt nämlich anlässlich der jährlichen Sparfeier, wieviel Geld sich im Spendenschwein für die Bescherungsaktion in der Schützenhalle befindet. Pro Tipp muss ein Euro gezahlt werden. „Da kommen 300 bis 400 Euro zusätzlich zusammen“, freut sich Siemen. In diesem Jahr summierte sich alles auf 1500 Euro. Die Wiefelstederin Christa Freymuth kauft alljährlich die Geschenke und verpackt sie.
„Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder über diese Geschenke freuen“, sagt Dirk Siemen. Am 21. Dezember fuhr er mit einer Wiefelsteder Abordnung wieder zur Bescherung nach Neuenburgerfeld.

Bericht von Claus Stölting

Quelle: NWZonline

BESCHERUNG

Wenn Kinderaugen kräftig leuchten

Wiefelsteder beschenken seit mehr als 30 Jahren Bewohner des Kinderhofs Wehde

Wiefelstedes Schützenpräsident Dirk Siemen hat die Verantwortung für die Aktion 1994 von Klaus Seidel übernommen. Die Kinder dürfen alljährlich Wunschzettel schreiben.

„Lieber Weihnachtsmann, ich freue mich, dass ich mir wieder etwas wünschen darf…“ So oder so ähnlich beginnen zahlreiche Wunschzettel, die Wiefelstedes Schützenpräsident Dirk Siemen auch in diesem Jahr von Kindern und Jugendlichen aus dem „Kinderhof Wehde“ in Neuenburgerfeld erhalten hat. Manchmal beginnen die Briefe auch mit „Liebe Familie Siemen“ oder mit „Hallo, liebe Siemens“ oder „Liebe Familie Siemen, inklusive der netten Schützentruppe“. Alle Kinder im Kinderhof haben sich in diesem Jahr aus Wiefelstede wieder etwas wünschen dürfen zu Weihnachten – wie nun schon seit mehr als 30 Jahren.

20-jähriges Bestehen

Rund 20 Kinder leben derzeit in der privaten Einrichtung, in der sie – herausgenommen aus ihren Familien – Entwicklungsmöglichkeiten bekommen, die sonst gar nicht möglich wären, weiß Siemen. Die heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung steht heute unter der Leitung von Melanie und Alexander Krumnow und feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Vorher hieß sie einfach Kinderheim und war in Collstede angesiedelt. Damals in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte sich der zweite Vorsitzende der Wiefelsteder Schützen, Klaus Seidel, vorgenommen, einer sozialen Einrichtung zu helfen, wenn er seine schwere Erkrankung überstehen sollte. Seidel überstand die Krankheit und nahm dann durch den damaligen Gemeindedirektor Wilhelm Rippen Kontakt zum Kinderheim in Collstede auf. So begann die Wiefelsteder „Weihnachtsgeschichte“. Deren Fortgang nach dem Tod Seidels im Jahr 1994 der gerade gewählte Schützenpräsident Dirk Siemen mit seinen Schützen und auch der dritten Mannschaft des SVE Wiefelstede sicherte – bis heute.

Immer im November schicken die Kinder ihre Wunschzettel ab, dürfen sich aus verschiedenen Katalogen etwas aussuchen. Wie beispielsweise Jessica, die ihren Wunschzettel an den Weihnachtsmann mit den Worten beendet: „Danke, ich hab Dich lieb. Deine Jessica“. Immer werden zwei Wünsche genannt – für den Fall, dass einer nicht in Erfüllung gehen kann. So hat sich Lisa in erster Linie Bettwäsche gewünscht und dann noch ein Buch – und unter P.S. vermerkt: „Die Bettwäsche möchte ich am liebsten haben, da ich ein Frostbeutel bin“.

Schicksale

„Hinter jedem dieser Kinder steht bereits ein Schicksal, wenn sie in den Kinderhof kommen“, weiß Dirk Siemen. Schließlich: Diese Kinder haben in ihrer „Herkunftsfamilie“ keine Perspektive. „Es ist oft hart, von Einzelschicksalen zu hören“, sagt der Schützenpräsident.

Das Geld für die Geschenke an die Kinder stammt unter anderem aus Spenden, von Knobel-Aktionen des Schützenvereins und aus einem Sparschwein, in dem die Trinkgelder in der Schützenhalle gesammelt werden. Auch die „Dritte“ des SVE Wiefelstede beteiligt sich. Die Wiefelstederin Christa Freymuth bestellt die Geschenke, verpackt sie und gibt sie dann an den Schützenverein weiter. Am 21. Dezember machen sich Schützen und Spender dann nach Neuenburgerfeld auf – für die Bescherung. Tradition ist, dass die Kinderhof-Bewohner an diesem Tag eine Weihnachtsgeschichte aufführen.

„Ultracool“

Auch Simon hat in diesem Jahr zwei Wünsche – beide Male ferngesteuerte „Monster-Trucks“ – wobei er auch den Alternativ-Wunsch „ultracool“ findet. Ultracool auch sein „Zusatz“: „Da es nicht selbstverständlich ist, irgendwelchen Heimkindern jedes Jahr an Weihnachten etwas Schönes zu schenken, bedanke ich mich total herzlich bei Euch, dass Ihr Euch die Mühe macht, den Weihnachtsmann zu mimen. Und das vor dem 24.!“

„Manchmal“ – sagt Dirk Siemen – „sieht man, wenn die Kinder mit leuchtenden Augen ihre Geschenke öffnen, auch schon ein feuchtes Auge bei den Schützen“.

 

 

Text & Bild : Claus Stölting

Quelle: NWZOnline

Schützen werden zu Weihnachtsmännern

Große Freude: Die Kinder im „Kinderhaus Wehde“ machten bei der Bescherung große Augen.

Große Freude: Die Kinder im „Kinderhaus Wehde“ machten bei der Bescherung große Augen.

Kindern mit Geschenken eine Freude machen: Seit 35 Jahren haben es sich die Wiefelsteder Schützen zur Aufgabe gemacht, Heranwachsenden aus dem „Kinderhaus Wehde“ bei Neuenburg Weihnachtswünsche zu erfüllen.

Auch in diesem Jahr hatte sich eine Abordnung der Schützen auf den Weg nach Neuenburg gemacht, damit 17 Kinder, die alle in ihrer früheren familiären Umgebung belastende Erfahrungen machen mussten, voller Freude ihre Geschenke in Empfang nehmen konnten. „Da braucht man keine Worte des Dankes, die strahlenden Kinderaugen sagen so unendlich viel aus. Da bekommen wir als Überbringer sogar feuchte Augen“, stellte der Vorsitzende des Schützenvereins, Dirk Siemen, beeindruckt fest.

Die Finanzierung der Geschenke wird dadurch ermöglicht, dass die Wirte der Wiefelsteder Schützenhalle, Jutta und Thomas Brüntje, und deren Mitarbeiter das eingenommene Trinkgeld während des Schützenfestes komplett der guten Sache zur Verfügung stellen. Zudem haben viele Vereinsmitglieder für die Geschenke der Kinder Geldbeträge gespendet. In diesem Jahr kamen als Förderer außerdem noch Mitarbeiter der Firma „Rügenwalder“ aus Bad Zwischenahn hinzu.

Nachdem die Kinder eine moderne Weihnachtsgeschichte aufgeführt hatten, verteilte der Weihnachtsmann aus dem Schützenverein die Geschenke an die Kinder, die sich artig für die Präsente bedankten. „Und im nächsten Jahr sehen wir uns hoffentlich wieder“, waren sich die Kinder beim Abschied von den Wiefelstedern einig.

 

Bild: privat

Quelle: NWZonline