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Das ist die neue Schützenliesel in Wiefelstede

Schützenliesel 2019: Deike Gerdes (Mitte) aus Dringenburg hatte zusammen mit ihrer 1. Hofdame Wiebke Carstens (rechts) und der 2. Hofdame Annemarie Höpken allen Grund zur Freude.

Zehn junge Frauen stellten sich in diesem Jahr zur Wahl der Wiefelsteder Schützenliesel. Einige Kandidatinnen verfolgten dabei größere Ziele.

Da waren die Freude und der Jubel riesengroß, als Moderator Wolfgang Stubbe am Montagabend gegen 24 Uhr das Geheimnis um die diesjährige Wiefelsteder Schützenliesel lüftete. Deike Gerdes aus Dringenburg mit der Startnummer elf hatte die meisten Stimmen der Besucher sowie einer neutralen Jury auf sich vereinen können. Ihr zur Seite stehen die beiden Wiefelstederinnen Wiebke Carstens als 1. und Annemarie Höpken als 2. Hofdame.

Die 21-jährige Schützenliesel darf sich neben der besonderen Auszeichnung auf 1000 Euro sowie die Bereitstellung eines Mercedes Cabrio für ein Wochenende freuen. Den beiden Hofdamen wurden jeweils 300 Euro und ein Warengutschein ausgehändigt.

Unter dem lautstarken Beifall der Besucher im bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt ging es für die Siegerinnen zum traditionellen Ehrentanz. Schützenkönig Dieter Jürgens ließ es sich nicht nehmen, die Schützenliesel für diesen Tanz aufzufordern.

„Das ist ja der Wahnsinn“, freute sich Deike Gerdes, als nach den vielen Glückwünschen, Umarmungen und Küsschen von Freunden und den Eltern an der Sektbar ein wenig Ruhe eingekehrt war: „Ich habe an der Wahl zur Schützenliesel eigentlich nur teilgenommen, da ich demnächst von Dringenburg nach Wiefelstede umziehe. Dass ich dann auch noch gewählt werde, ist schon der Hammer.“

Insgesamt zehn junge Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren hatten sich zur Wahl gestellt. Nach einer kurzen Vorstellung auf der Bühne hatten die Kandidatinnen zunächst einen Tanz zu absolvieren, und dann ging es in einer langen Polonaise durch das Zelt zum Autoscooter. Natürlich nicht, ohne dabei die Startnummer immer gut sichtbar in die Höhe zu halten. Schließlich wollte man ja nachdrücklich auf sich aufmerksam machen.

Trotz immer wieder auftretender Regenschauer ließen es sich alle Teilnehmerinnen nicht nehmen, sich mit ihrer Nummer auf dem durchweichten Schützenplatz den vielen Besuchern zu präsentieren. Die 19-jährige Marie aus Wiefelstede mit der Nummer zehn sah die Teilnahme an der Wahl als gute Gelegenheit, „noch einmal mein Kleid vom Abschlussball zu tragen“, und Luisa (18) aus Garnholt wollte als Auszubildende im Tischlerhandwerk mit der Teilnahme auf ihren tollen Beruf aufmerksam machen. Für die unglaublich gute Stimmung im großen Festzelt sorgten die Live-Band „Smile“ und DJ Westi.

Bild & Text: Wolfgang Wittig

Quelle: NWZonline

Deike Gerdes ist Schützenliesel 2019

Schützenlieselwahl 201

Deike Gerdes ist Schützenliesel 2019

Bei der Wahl zur Schützenliesel 2019 am Montagabend zum Abschluss des 126. Wiefelsteder Schützenfestes wurde Deike Gerdes aus Dringenburg (Mitte) ihr zur Seite stehen: Wiebke Carstens (rechts) 1.Hofdame und Annemarie Höpken (links) 2.Hofdame.

Einmal Schützenliesel sein

Schützenliesel 2018: Neele Bruns (Mitte) und ihre Hofdamen Josefine Pioreck (l.) und Freya Schröder.

Für viele Mädchen oder junge Frauen ist es ein Traum: Einmal beim Wiefelsteder Schützenfest zur Schützenliesel gewählt zu werden. Nele Bruns erzählt, wie sie es im vergangenen Jahr erlebt hat.

Wenn sie wollte, dürfte sie noch mal antreten. Spaß hat es Neele Bruns im vergangenen Jahr auf alle Fälle gemacht. Aber die Wiefel­stederin sagt: „Das gehört sich doch nicht.“ Was sie damit meint? Ein zweites Mal zur Wahl der Schützenliesel beim Wiefelsteder Schützenfest anzutreten. Die steigt wie immer am Abschlusstag, an diesem Montag, 12. August.

An den vergangenen Wahlabend erinnert sich Neele Bruns gut und gerne. Da machte sie nämlich das Rennen. Rund 15 Bewerberinnen traten für den begehrten Titel an. „Da ist man schon ein bisschen nervös“, weiß die 18-Jährige noch genau. Sie hatte sich in Schale geschmissen, also ein langes Kleid angezogen und hübsch geschminkt. Dann ging es los. Bei der Anmeldung gab es eine Nummer. Dieses Jahr beginnt die um 21 Uhr. „Man kann sich aber auch eine aussuchen.“ Sie sei an dem Abend durch die beiden Zelte gegangen und habe für sich geworben, wie die anderen Frauen eben auch.

Um 22 Uhr stellen sich alle Kandidatinnen auf der Bühne im Zelt vor. Auch musste sie einen Tanz mit einem Partner hinlegen. Sie hatte sich für Vater Hergen entschieden. Mit ihm hat sie auch die obligatorische Runde im Autoscooter gedreht. Bei der Wahl zur Schützenliesel entscheiden sowohl eine Jury als auch das männliche Publikum, nur das darf wählen. „Die Jury kennen wir nicht. Die Jury ist geheim, damit man die Mitglieder nicht irgendwie beeinflussen kann“, berichtet Neele Bruns. Abstimmung und Auszählung beginnen an diesem Schützenfestmontag um 23 Uhr.

Eine Stunde später wird die Siegerin gekürt. „Die nicht gewonnen haben, bekommen einen Blumenstrauß. Am Ende stehen noch drei Frauen auf der Bühne, um es spannend zu machen.“ Schließlich nur noch Neele. „Ich konnte es kaum glauben. Ich musste mich erst mal sammeln. Aber irgendwie ging alles so schnell. Ich hätte lieber noch länger oben gestanden.“ Als Preisgeld gab es 1000 Euro, und ein Wochenende lang durfte sie ein Mercedes-Cabrio fahren. Das Geld hat sie noch immer auf der Bank liegen, die Cabriofahrt hat sie sich in diesem Jahr gegönnt. „Beim Fest war ich noch 17.“

Text & Bild: Jens Schopp

Quelle: NWZonline

Vier Tage Schützenfest in Zahlen

Wie oft dürfen Königsanwärter schießen, wie viele Bierbuden gibt es beim traditionellen Schützenfest? Hier gibt es die Antworten.

Für die Wiefelsteder Schützen hat ihr Fest schon begonnen. Bereits am vergangenen Samstag wurde das neue Königshaus proklamiert. Am heutigen Freitag, 9. August, beginnt das Fest offiziell. Bis Montag, 12. August, steht Wiefelstede ganz im Zeichen des 126. Schützenfestes. Doch bevor es losgeht, hat die NWZ sich einmal nach den wichtigsten Zahlen erkundigt:

1893 wurde der Verein gegründet. Damals bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern – heute sind es 16. Unter anderem sind die Positionen des Medienwartes und der Damensportleiterin dazugekommen.

650 Mitglieder hat der Wiefelsteder Schützenverein.

3 Schuss hat jeder Königsanwärter. Insgesamt können 30 Ringe erzielt werden.

10 Jahre lang ist der amtierende König gesperrt. Erzielt er in dieser Zeit trotzdem das beste Ergebnis beim Schießen, darf er sich 1. Ritter nennen. „Wir haben Glück, dass wir noch viele Interessierte haben. In anderen Vereinen gibt es eine solche Sperre nicht, weil nicht so viele mitmachen“, sagt Andre Koch, Präsident des Wiefelsteder Schützenvereins.

6000 Quadratmeter misst der Wiefelsteder Schützenplatz.

4 Fahrgeschäfte gibt es. Die kleinen und großen Besucher können sich unter anderem auf ein Kettenkarussell und den Autoscooter freuen.

5 Essensstände, darunter Pommes- und Fischbuden, stehen auf dem Schützenplatz.

6 Bierbuden laden zum Verweilen ein. Selbstverständlich gibt es dort nicht nur Bier, sondern auch andere kühle Getränke.

10 Personen einer Sicherheitsfirma sorgen auf dem Schützenfest für Ordnung.

182 Mannschaften à vier Personen haben in diesem Jahr am Betriebsschießen teilgenommen, das von Montag bis Donnerstag ausgetragen wurde.

62 Jahre. So lange wird in Wiefelstede bereits die Schützenliesel gekürt.

7 Mannschaften haben in diesem Jahr am Bierkisten-Querstapeln teilgenommen – drei Frauen- und vier Männermannschaften. 2017 fand im Rahmen des Schützenfestes der erste Wettbewerb statt.

6000 Besucher werden laut Andre Koch von Freitag bis Montag beim Schützenfest erwartet. Wie viel Bier über die Theke geht, ist übrigens nicht rauszufinden. „Das ist ein gut gehütetes Geheimnis“, sagt Koch.

Bild: Claus Stölting

Text: Chelsy Haß

Quelle: NWZonline

Neele Bruns ist Schützenliesel

Neele Bruns ist Schützenliesel

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Im Jubiläumsjahr des Schützenvereins Wiefelstede „Liesel“ zu werden, das ist für die 17-Jährige etwas ganz Besonderes. Sie hatte sich erstmals beworben.

Neele Bruns aus Wiefelstede ist die neue Wiefelsteder Schützenliesel. Die 17-Jährige wurde am Montagabend anlässlich des 125. Wiefelsteder Schützenfestes gewählt. Sie hatte die Startnummer 1. Ihr stehen als 1. Hofdame Josefine Pioreck (17, Wiefelstede, Startnummer 10) und als 2. Hofdame Freya Schröder (18, Dringenburg, Startnummer 7) zur Seite. Die Wahl der Schützenliesel ist alljährlich ein Höhepunkt und der Abschluss des Wiefelsteder Schützenfestes – und da der Verein in diesem Jahr sein rundes Jubiläum feiert, ist auch für Neele Bruns der Titel etwas ganz Besonderes.

12 Kandidaten hatten sich am Montagabend zur Wahl gestellt, die wie stets im Rahmen der Non-Stop-Party im Festzelt stattfand. Die Partyband „Line Six“ und Dj Westi heizten dem Publikum während des Abends ordentlich ein, die Stimmung im Zelt und auf dem Festplatz war ausgelassen und fröhlich – und auch an diesem Montagabend war das Schützenfest überaus gut besucht.

Moderator Wolfgang Stubbe führte durch die Wahl, bei der sich die Kandidatinnen zunächst auf der Bühne einzeln vorzustellen hatten. Eine Polonaise und die obligatorische Fahrt im Autoscooter absolvierten die jungen Damen souverän und warben anschließend jede für sich beim Publikum um Stimmen – mit der Startnummer hoch über dem Kopf.

Im Jubiläumsjahr durfte erstmals nicht nur wie sonst das männliche Publikum wählen, sondern auch eine nach Angaben des Schützenvereins neutrale Jury, deren Mitglieder nichts voneinander wussten. Es wurde nach Mitternacht, bis das Ergebnis auf der Bühne endlich verkündet wurde.

Neele Bruns, die sich erstmals überhaupt der „Liesel“-Wahl gestellt hatte, darf sich als Gewinnerin über 1000 Euro in bar freuen – und auf ein Wochenende mit einem Mercedes SLK. Ihre Hofdamen erhalten jeweils 300 Euro in bar und bekommen für ein Wochenende einen Opel Cascada gestellt.

„Ich war sehr, sehr aufgeregt“, schildert die frischgebackene Schützenliesel am Dienstag ihre Gefühle, als sie mit zwei weiteren Kandidatinnen auf der Bühne bleiben durfte – und immer noch unklar war, wer denn wohl den Titel holen würde. Und als Moderator Wolfgang Stubbe die ersten Hinweise gab, da wusste die 17-Jährige erst gar nicht, was gemeint war.

Neele ist wie ihre Eltern Hergen und Elke Mitglied im Schützenverein – und spielt Handball beim SVE Wiefelstede, in der Regionsoberliga und in der weiblichen A-Jugend. Ihre Eltern sind natürlich sehr stolz auf ihre Tochter. Das war auch am Montagabend vor allem Vater Hergen anzumerken: Ihn hielt es bei der Bekanntgabe der Gewinnerin nicht mehr im Publikum: Er stürzte auf die Bühne und umarmte seine Tochter. Später durfte er mit ihr den traditionellen Tanz nach der Wahl absolvieren.

In der Schule – Neele besucht derzeit die BBS Rostrup im Bereich Hauswirtschaft und Pflege – blieb ihre Wahl am Dienstag noch weitgehend unbemerkt, erzählt die 17-Jährige. Ihren Gewinn will sie erst einmal beiseite legen. „Ich spare schon für eine größere Reise“, sagt sie: „Auch wenn ich noch nicht genau weiß, wohin ich 2019 fahren will.“

 

Bild & Text : Claus Stölting

Quelle: NWZonline