Archiv des Autors: Chr. Broziat

Madita Düser ist die neue Schützenliesel in Wiefelstede

Sie kann es kaum glauben: Madita Düser hält sich vor Überwältigung die Hand vors Gesicht. Sie ist die neue Schützenliesel in Wiefelstede. Platz zwei ging an Mayra Küpker (links). Dritte wurde Zoe Wefer.
Bild: Jens Schopp

 Dann flossen die Tränen: Als feststand, dass Madita Düser die neue Schützenliesel des Wiefelsteder Schützenfestes ist, wurde sie von ihren Gefühlen überwältigt. „Ich habe noch nie etwas gewonnen. Und jetzt das. Das ist einfach nur mega“, sagte die 22-jährige Malerin und Lackiererin.

Am vergangenen Donnerstag beim Betriebsschießen habe man sie überredet, beim Wettbewerb anzutreten. Madita Düser schlüpfte am Montag in ihr langes, dunkelrotes Kleid und es brachte ihr Glück.
 

In einer tollen Konkurrenz von neun sympathischen jungen Frauen setzte sich Madita Düser am Ende durch.

Bild & Text: Jens Schopp

Quelle: NWZonline

Nachwuchs hatte Schützenfest im Griff

Los geht’s: Am Montagnachmittag zog der Umzug der Kinder durch die Wiefelsteder Ortsmitte. Viele hatten bunte Blumenstöcke dabei.
Bild: Jens Schopp

Da war noch mal ein richtig toller Nachmittag beim 129. Wiefelsteder Schützenfest: Gegen 14.30 Uhr formierten sich auf der Kirchstraße zwischen Kirche und Rathaus rund 300 Eltern mit ihren Kindern zum großen Umzug. Über die Kirchstraße ging es zum Festplatz an der Gristeder Straße. Etliche Kinder hatten einen richtig schönen Blumenstock dabei. Das wurde belohnt. Im Festzelt verteilten Bürgermeister Jörg Pieper, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke und SPD-Ratsvorsitzender Jörg Weden kleine Präsente an die Kinder. Die lokale Politprominenz hatte sichtlich Spaß, dem Schützennachwuchs kleine Snacks zu überreichen.

Grüne Shirts für Kinder

Und noch einmal die jüngste Generation: Ehrenpräsident Dirk Siemen hatte wieder grüne Shirts mit den Namen von den Kindern und dem Wappen Wiefelstedes in Gold drucken lassen. „Rund 25 Eltern, die Mitglied im Schützenverein sind, haben sich bei mir gemeldet“, berichtete Siemen. Die Kinder trommelte der Ehrenpräsident schnell zusammen. Die Betreiber des Kettenkarussells hielten kurzzeitig das Fahrgeschäft an, damit sich die Kinder und der Vorstand des Schützenvereins positionieren konnten.

 

Schützenpräsident Andre Koch war mit den Tagen des Festes und den Veranstaltungen davor äußerst zufrieden. „Nach zwei Jahren Pause hätte es nicht besser laufen können“, sagte Koch am Montagnachmittag. Alles hätte gepasst, alles sei bisher friedlich geblieben. Und auch die Aktionen, die die Schützen vorab veranstaltet hätten, seien gut über die Bühne gegangen. Sei es das Betriebsschießen oder das Finale im Stapeln der Bierkästen am Donnerstag gewesen. Die Besucher hätten alles gut angenommen.

Erste Mal beim Umzug dabei

Schön fanden es auch die beiden Mütter Christina Engelhardt und Nina Ahlers. Sie waren mit ihren beiden Kindern Tilda und Linus (jeweils 4) zum Umzug zur Kirchstraße gekommen. „Es war fast schon ein bisschen zu heiß an diesem Nachmittag“, so Christina Engelhardt. Die beiden Frauen waren das erste Mal mit ihren Kindern beim Zug dabei. Für die Schützen und die Band vorneweg gab es Marscherleichterung. Die Jacken blieben im Schrank. „Das ist mit Jacke ja wie eine grüne Sauna“, so ein Mitglied des Schützenvereins nach dem Marsch durch das Dorf.

Am Abend hatten die Schützen noch einmal ins Zelt geladen, wo der Abschluss des Schützenfestes 2022 gefeiert wurde.

Bild & Text Jens Schopp
Quelle: NWZonline

Schützenliesel 2022

Schützenlieselwahl 2022
1.Hofdame: Mayra Küpker, Schützenliesel: Madita Düser, 2.Hofdame: Zoe Wefer
Bild: Wolfgang Wittig

Am Dienstag Morgen gegen 0:30Uhr stand unsere neue Schützenliesel 2022 fest. Madita Düser konnte sich gegen gegen ihre 8 Mitbewerberinnen durchsetzen und konnte Ihr Glück kaum fassen. Ihr zur Seite stehen als 1.Hofdame Mayra Küpker und Zoe Wefer als 2.Hofdame.

Das Interesse im Festzelt war wieder riesig und ein Ehrentanz vor der Bühne fand auf engstem Raum statt, wobei auch mal ein Schuh verloren ging.

Im Anschluss feierten die jungen Damen noch bis zum frühen Morgen zu der Musik von der Band Holy Moly und DJ Lars Krüger.

  

Bierkästen stapeln ist in Wiefelstede ein Publikumsmagnet

Der „Alkohol-Vernichtungs-Club“ in Aktion: 41 Kisten schafften sie beim ersten Start beim Stapeln in Wiefelstede. Bild: Jens Schopp

War das ein Spaß: Nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona stand auch das Aufwärmprogramm für das Wiefelsteder Schützenfest wieder an. Sieben Mannschaften waren Donnerstagabend zum Querstapeln von Bierkästen zunächst aufgelaufen. Ein achtes Team hatte sich spontan gemeldet und wurde ins Programm aufgenommen. Eine Gruppe junger Mädchen aus dem Ort, meist Töchter der Damenmannschaft „Rosatas“, trat ebenfalls an. Und die „Stapelkids“ sorgten für ordentlich Stimmung auf dem Schützenplatz.

Dass der Wettbewerb vor der eigentlichen Schützenparty längst ein Publikumsmagnet geworden ist, war erst recht nach der zweijährigen Auszeit zu sehen. Rund 500 Besucher genossen das tolle Sommerwetter am Schützenhaus und feuerten die Stapelathleten und -athletinnen an. Schützenpräsident Andre Koch und sein Vize und Moderator des Abends, Timo Broziat, waren rundum zufrieden. Erst sah es am Dienstag noch so aus, als würde Bierkasten stapeln in diesem Jahr auf Sparflamme gekocht. Nur drei Teams hatten sich angekündigt.

Tolle Stimmung

Dann aber war das Gegenteil der Fall. Die Stimmung konnte nicht besser sein. Immer mehr Besucher zog es im Laufe des frühen Abends an die Gristeder Straße. Die „Showgirls“ des Wiefelsteder Karnevalsvereins „Lachende Bütt“ machten den Anfang. 45 Kisten kriegten die Damen zusammen. „Für das zweite Mal ganz gut“, sagte Sonja von Seggern. Am Dienstag beim Betriebsschießen habe man sich zusammengefunden, berichtete sie. Als Karnevalsverein hätte man am liebsten eine Schnapszahl erreicht, so von Seggern. Dann hätte man aber bei 44 aufhören oder es bis 55 und weiter schaffen müssen.

Souverän verteidigten die Damen der „Rosatas“ ihren Titel. 61 Kisten brachten sie zusammen, ehe die Reihe auseinander fiel. Im Training hatten es die Deutschen Meisterinnen des Wettbewerbs auf 64 Rahmen geschafft.

Der „Alkohol-Vernichtungs-Club“ aus Gristede hatte sich 40 Kisten zum Ziel gesetzt. Ohne Training schafften sie aus dem Stand 41 Kästen. „Wir wollten es bis zum Autoscooter schaffen“, sagte Dominik Jürgens spaßhaft. Der steht am Ende des Platzes.

Die Damen-Herrenmannschaft „Gemischtes Hack“ kam auf 44 gestapelte Kisten, in zwei Anläufen. Beim ersten Mal war nach 37 Kästen Schluss.

Als die „Hofsänger“ als reine Männermannschaft antraten, wurde die Bierkasten-Linie lang. 67 Stück steckten sie zusammen und waren anschließend fix und fertig.

Zimmerleute souverän

„Löwentor“, ein Team der Firma Fliesen Brunken, kam schweißgebadet auf stolze 76 Kisten im ersten Versuch. Beim zweiten Anlauf waren es dann noch einmal 68 Bierkästen.

Das beeindruckte die Männer der Zimmerei Lück nicht. Unter Anweisung ihres Trainers und Chefs Ekhard Lück steckten sie 78 Rahmen zusammen. Das war der erneute Sieg nach 2019. „Nichts Anderes habe ich von meinen Jungs erwartet“, so Lück lachend.

Gewinnerinnen der Herzen aber waren die sieben Mädchen, die bei den Trainings der „Rosata“ mitgemacht und sich dann spontan angemeldet hatten. 25 Kisten bekamen die „Stapelkids“ zusammen, dann verließen sie die Kräfte. Die kamen mit dem schönen Applaus und den Kaltgetränken, kredenzt von Schützen-Chef Andre Koch, aber schnell wieder zurück.

Bild & Text: Jens Schopp
Quelle: NWZonline

Das kleine Fest vor der großen Schützenparty

Wettkampf auf dem Schießstand in der Schützenhalle: Am Montag begann beim Schützenverein Wiefelstede das Betriebeschießen.

Es sei wie ein kleines Schützenfest davor. So bezeichnen die Organisatoren des Wiefelsteder Schützenfestes die beiden Wochen vor der großen Party. Am Montag begann das Betriebeschießen.

Es sei das kleine Schützenfest vor dem eigentlichen Schützenfest, sagt die seit Samstag amtierende Damenkönigin des Schützenvereins Wiefelstede, Monika Strothmann. Was sie meint, sind die beiden Wochen vor der großen Sause.

In der vergangenen Woche traten diverse Schützenvereine aus dem Ammerland zum so genannten Vereinsschießen an. Seit Montag läuft in der Wiefelsteder Schützenhalle das Betriebsschießen. „Firmen oder auch Nachbarschaften können ohne Anmeldung vorbeikommen und sich an dem Wettbewerb beteiligen“, sagt Strothmann. Bis Donnerstag wird noch in der Halle auf dem Schützenplatz geschossen.

Es wird auch geknobelt

Und es darf auch ab jeweils 19 Uhr geknobelt werden. Zu gewinnen gibt es bei beiden Wettbewerben jeweils Wurst-, Käse- und Schinkenpreise. Die Vereine, einige seien auch noch beim Betriebsschießen vertreten, berichtet Monika Strothmann, schössen um andere Preise. „Da geht es um Pokale“, so die Damenkönigin.

Bis zum letzten Tag am Donnerstag werde es jeden Abend voller in und um das Schützenhaus, weiß Monika Strothmann. Zumal am Donnerstag auch das Finale im Wettbewerb „Bierkästen stapeln“ auf dem Schützenplatz anstehe.

Route des Festumzuges

Was jetzt feststehe, sei die Route, die die Schützen marschieren zum Abholen der Könige am Sonntagmittag. Dazu treten sie um 13 Uhr bei Rabes Gasthof an. Von dort geht es in die Mühlenstraße, weiter über Am Esch, in den Wemkendorfer Weg, dann in die Gartenstraße, der Fußweg am Kindergarten wird genommen, von dort geht es in den Thienkamp, dann in den Bäkekamp. Schließlich zurück über den Thienkamp, in den Wemkendorfer Weg, weiter über Am Esch, vor dort in die Mühlenstraße und schließlich in die Kirchstraße. Dort werden um 14 Uhr am Rathaus die Delegationen der auswärtigen Vereine empfangen. Gemeinsam marschiert man dann zum Festplatz an der Gristeder Straße. Die Organisatoren des Schützenfestes sind zuversichtlich, dass die Wiefelsteder die Straßen und Häuser entlang der Zugstrecke auch in diesem Jahr wieder festlich schmücken werden.

Bild & Text: Jens Schopp

Quelle: NWZonline