Archiv der Kategorie: 124. Schützenfest

Janine Burrichter ist Schützenliesel

Janine Burrichter ist Schützenliesel

Wiefelsteder Schützenliesel 2017: Janine Burrichter aus Wiefelstede (Mitte). Bei der Wahl am Montagabend zum Abschluss des 124. Wiefelsteder Schützenfestes wurden Geelke Klefer (links) zur 1. Hofdame und Sonja Mager zur 2. Hofdame gewählt. Auch sie stammen beide aus Wiefelstede.

1. Hofdame wurde Geelke Klefer (21), 2. Hofdame Sonja Mager (18). Im Hause Burrichter war Vater Josef bereits 2. Ritter geworden.

Es war Mitternacht, als sich der Festplatz des Wiefelsteder Schützenfestes am Montagabend spontan leerte. Die vielen Besucher gingen aber nicht nach Hause, sondern sorgten dafür, dass es im großen Festzelt eng wurde. Hier hatte Wolfgang Stubbe, Moderator des Abends, die zehn Teilnehmerinnen der diesjährigen Wahl zur Schützenliesel zur Proklamation auf die Bühne gebeten. Die Spannung war nicht nur den Kandidatinnen anzumerken; im weiten Rund des Festzeltes wurde diskutiert und gemutmaßt, wer es denn in diesem Jahr wohl geschafft hat, bei dieser Sympathiewahl die Nase vorn zu haben.

1000 Euro für den Sieg

Schließlich geht es dabei nicht nur um die Ehre, als Schützenliesel 2017 in die Annalen der Vereinsgeschichte aufgenommen zu werden, sondern für die Siegerin auch um den Gewinn von 1000 Euro sowie ein Wochenende mit einem Mercedes SLC Cabrio. Sieben Kandidatinnen erhielten einen Blumenstrauß und einen Gutschein überreicht und damit war klar, wer es bis ins Finale geschafft hat: Schützenliesel 2017 ist Janine Burrichter aus Wiefelstede.

Vater Josef Burrichter, der aufgeregt am Rand der Bühne stand, war nach der Bekanntgabe nicht mehr zu halten. Mit einem Sprung erklomm er die Bühne und nahm seine Tochter in den Arm. Ebenso strahlend wie die Siegerin hatten zuvor die beiden Hofdamen Geelke Klefer (1. Hofdame) und Sonja Mager (2.) die Gratulationen und natürlich den Gewinn von jeweils 300 Euro entgegen genommen. Auf die Hofdamen, ebenfalls beide aus Wiefelstede, wartet zudem eine Wochenendfahrt mit einem Opel Cascada. „Ich hatte meinem Vater versprochen, an der Wahl zur Schützenliesel teilzunehmen, wenn er sich beim Königsschießen ins aktuelle Königshaus schießt“, berichtete eine überglückliche Janine Burrichter. Der Vater wurde zweiter Ritter, die Tochter löste das Versprechen ein und nun gibt es im Hause Burrichter zwei Majestäten.

Zuvor hatten die zehn Teilnehmerinnen ein strammes Programm zu absolvieren. Nach der Vorstellung auf der Bühne ging es auf die Tanzfläche, um mit einem Tanzpartner einen flotten Walzer hinzulegen. Dabei wurde natürlich immer gut sichtbar die Karte mit der Startnummer hochgehalten. Im Anschluss daran führte Leutnant Markus Müller die Kandidatinnen in einer Polonaise durch das Zelt, die in einem Discofox endete. Zum Abschluss erlebten die zehn jungen Damen mit ihrem Tanzpartner eine Fahrt im Autoscooter, die Startnummer immer dabei. Danach begann das Warten auf die Bekanntgabe der Schützenliesel 2017.

Positive Festbilanz

Derweil zog Dirk Siemen, Präsident des Schützenvereins, eine erste Bilanz fürs Schützenfest 2017 und dachte dabei auch an das Jubiläumsjahr 2018. Denn dann wird das 125. Schützenfest gefeiert. „Wenn es da so läuft wie in diesem Jahr, dann ist alles gut. Wir hatten mit dem Wetter Glück, der Besuch an allen Tagen war grandios und mit unseren beiden Premieren, dem Bierkistenstapeln und dem Rudelsingen, haben wir genau den Nerv des Publikums getroffen“. Auch das Eventteam zeigte sich zufrieden. „Mit der holländischen Live-Band „Q5 New Style“ am Freitagabend haben wir einen Treffer gelandet und auch die Bands an den Folgetagen haben sehr zum Erfolg des Festes beigetragen“, so Sprecher Christian Broziat, „absoluter Höhepunkt war allerdings das Rudelsingen. Nun sind wir natürlich in der Pflicht für das Jubiläumsschützenfest 2018 erneut etwas Besonderes auf die Beine zu stellen.“

 

Text & Bild: Wolfgang Wittig

Quelle: NWZonline

Schützenfest hat auch den größten Chor

Schützenfest hat auch den größten Chor

Vom ersten Lied an mit Begeisterung dabei (oben): Hunderte hatten am Sonntagabend Spaß beim ersten Wiefelsteder Rudelsingen.

Erstmals hatte der Schützenverein Wiefelstede den Sonntagabend mit einem Event belegt. Die Rechnung ging auf: Hunderte machten mit beim 1. Wiefelsteder Rudelsingen.

„Take me home, country roads . . .“ kommt es am Sonntagabend im Festzelt in Wiefelstede wie aus einer Kehle. John Denvers Song ist Auftakt beim ersten Wiefelsteder Rudelsingen – und gleich bei diesem ersten Song wird deutlich: Die Besucher des 124. Wiefelsteder Schützenfestes sind an diesem Abend wirklich gekommen, um zu singen. Keine Hemmschwellen, kein zögerlicher Beginn: Mit Begeisterung wird da geschmettert – gemeinsam mit bekannten und mit fremden Menschen. Hunderte haben Karten gekauft für dieses Spektakel – Besucher jeden Alters sind dabei –  und bilden den bislang größten Wiefelsteder Chor.

„Wir waren neugierig, wollten mal sehen, was das ist“, sagt etwa Egon Eilers. Der Dingsfelder (72) ist auch Vorsitzender des Gemischten Chores „Sangeslust“ Mollberg und hat gemeinsam mit Ehefrau Hanneliese (73) im ersten der drei Musikblöcke des Abends mit jeweils acht Liedern bereits „aus voller Kehle“ mitgesungen. Textsicher müssen die Besucher dabei nicht sein: Ein Beamer zeigt die Verse jeweils an. „Sogar auf Plattdeutsch haben wir gerade gesungen“, schwärmt Eilers. Bei „Dat du min Leevsten büst“ wurde es denn auch bereits so richtig gefühlvoll im Zelt. Das Lied, dessen Text erstmals 1845 veröffentlicht wurde, ist offensichtlich immer noch ein Renner. Auch Gisela Lück (71) aus Wiefelstede hat schon richtig mitgemischt und findet das Rudelsingen „einfach toll“.

„Ich hätte nicht gedacht, dass so viele jüngere Besucher kommen“, sagt Egon Eilers noch – dann geht es weiter mit dem zweiten Musikblock des Abends. „Über den Wolken“ von Reinhard Mey macht da den Anfang. Auf der Bühne stehen Kurt Bröker und Sohn Simon und liefern mit Schlagzeug und Gitarren sowie Einspielmusik die Basis für die Sängerinnen und Sänger im Publikum – wobei Kurt Bröker auch gleich die Moderation übernimmt. „Das Publikum hier in Wiefelstede ist klasse“, sagt er in einer der Pausen.

Hannelore Veillette (52) aus Hahn kennt das Rudelsingen bereits aus Hamburg, erzählt sie. „Das macht einfach Spaß“, weiß sie aus Erfahrung. Auch Laura Bakker (18) aus Wiefelstede findet das Rudelsingen gut. Sie ist Mitglied im Schützenverein Wiefelstede und schon deshalb an diesem Abend hier – auch wenn sie ältere Lieder nicht unbedingt mitsingt, weil sie sie so gar nicht kennt. Die Auswahl ist vielfältig, sie reicht von „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ bis zu „Born to be wild“, von „Kriminaltango“ bis „Dancing Queen“. Ihre Mutter Astrid (44) kennt das Rudelsingen bereits von Veranstaltungen in Oldenburg und findet es super, auch in Wiefelstede, „wo man noch dazu so viele Leute kennt.“

Gerd Martens vom Eventteam des Schützenvereins war am Sonntagabend nach gutzweieinhalb Stunden kollektiven Singspaßes „überaus zufrieden“. Erstmals hatte der Verein damit den Sonntagabend mit einem Event belegt – und gleich Erfolg gehabt.

 

Bild & Text: Claus Stölting

Quelle: NWZonline

Schon die Kleinsten feiern mit

Schon die Kleinsten feiern mit

Alle schon Mitglied im Schützenverein Wiefelstede (von links): Jannes (4), Ella (3), Jannik (3), Jonas (11 Monate), Ida (5), Leandro (3), Finn (3) und Luca (1)

Imposanter Festumzug: Neun Schützenvereine und vier Musikzüge formierten sich am Sonntagnachmittag in Wiefelstede.

Viele auch kleine Kinder sind bereits Mitglied im Schützenverein. Sie tragen ein entsprechendes Vereins-T-Shirt.

Nachwuchsprobleme muss der Schützenverein Wiefelstede nicht fürchten. Das wurde auch am Sonntagnachmittag deutlich, als sich neun Schützenvereine und vier Musikzüge vor dem Rathaus anlässlich des 124. Wiefelsteder Schützenfestes zum großen Festumzug formierten. Unter den vielen Zuschauern fanden sich immer wieder Kinder, die ein Vereins-T-Shirt des Schützenvereins trugen – was sie bereits als Mitglied kenntlich macht.

Ruckzuck waren später auf dem Schützenplatz denn auch acht Kinder mit dem entsprechenden T-Shirt für ein Gruppenfoto gefunden – darunter der erst elf Monate alte Jonas. Da hatte der Umzug bereits den Festplatz erreicht und sich aufgelöst – nicht ohne jede Menge Zuschauer mit auf den Platz gezogen zu haben. Kräftig geholfen haben dabei der Wiefelsteder Spielmannszug „Brass & More“, die holländische Blaskapelle „De Utlopers“, der Musikzug Middels und der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen. Sie begleiteten die Schützenvereine Wiefelstede, Gristede, „Tell“ Scheps, Leuchtenburg, Rastede, Metjendorf, Nethen, Linswege-Petersfeld und Hahn musikalisch durch den Ort und gaben später auch ein Konzert im Festzelt.

Erstmals belegten die Wiefelsteder Schützen den Sonntagabend wieder mit einem Event – dem 1. Wiefelsteder Rudelsingen im Festzelt. Mehr als 600 Karten hatte der Verein dafür bereits im Vorfeld verkauft, berichtete das Eventteam des Vereins am Sonntag (die NWZ berichtet noch).

 

Text & Bild: Claus Stölting

Quelle: NWZonline

Friedliche Machtübernahme mit Artillerie

Friedliche Machtübernahme mit Artillerie

Beste Stimmung bis in die frühen Morgenstunden: Der Discoabend war wieder gut besucht (oben).

Warten auf den Kanonendonner (links): Schützenkönig Klaus Schweers und Bürgermeister Jörg Pieper.

Rockiger Auftakt und friedliche Machtübernahme durch die Schützen in Wiefelstede: Das 124. Wiefelstede Schützenfest startete gleich mit mehreren Krachern.

Beim Discoabend am Freitag rockten die holländische Band „Q5 New Style“ und die „Compact Disco“ den Schützenplatz. Bis in die frühen Morgenstunden war Stimmung im großen Festzelt und auf dem Festplatz, berichten Christian Broziat und Gerd Martens vom Eventteams des Vereins – und zeigten sich mit dem Besuch des Festes zum Auftakt sehr zufrieden. „Die Leute kamen wieder einmal auch aus den benachbarten Landkreisen zu uns“, freute sich Martens. Klar, dass der Discoabend auch im Jubiläumsjahr 2018 fester Bestandteil des dann 125. Wiefelsteder Schützenfestes sein wird. „Die Planungen laufen“, erklärte Martens. Und natürlich soll dann auch der Discoabend ein ganz besonderer „Kracher“ werden.

Trotz Einsatzes der vereinseigenen Artillerie: Die Machtübernahme durch die Wiefelstede Schützen für die Zeit des 124. Schützenfestes verlief am Samstagabend vor dem Rathaus friedlich. Viele Zuschauer folgten dem Zeremoniell beim Rathausvorplatz, wo Bürgermeister Jörg Pieper im Beisein von Vertretern aus Rat und Verwaltung den symbolischen Rathausschlüssel und damit die Amtsgewalt im Ort an Schützenkönig Klaus Schweers übergab. Zuvor hatte Wiefelstedes Schützenpräsident Dirk Siemen die Wiefelsteder Bürger und die Vereine um Unterstützung im Jubiläumsjahr 2018 gebeten und betont: „Wir wollen es aber auch in diesem Jahr bereits wieder richtig krachen lassen.“

Krachen ließ es dann auch die vereinseigene Kanone, die die Machtübernahme mit drei Salutschüssen komplettierte. Bevor sich der Schützenumzug unter musikalischer Begleitung durch die holländische Blaskapelle „De Utlopers“ und den Wiefelsteder Spielmannszug „Brass & More“ zum Festplatz und zur bevorstehenden „Saturday-Night-Party“ aufmachte, spielten die „Utlopers“ natürlich wie gewohnt das Wiefel­stede-Lied.

 

Bild: Gerd Martens / Claus Stölting

Text: Claus Stölting

NWZonline