Archiv für den Monat: Juli 2019

Damit Karussell und Autoscooter nicht stillstehen

Bei der Arbeit: Dennis Behrens prüft die Stromversorgung auf dem Schützenplatz.
Bild: Jens Schopp

Bei der Arbeit: Dennis Behrens prüft die Stromversorgung auf dem Schützenplatz.

Kommenden Samstag wird der neue König des Wiefelsteder Schützenvereins ausgeschossen und proklamiert. Die Vorbereitungen für das große Fest am zweiten Augustwochenende gehen auf die Zielgerade.

Am Dienstag waren zwei Männer auf dem Schützenplatz, die dafür sorgen, dass sich überhaupt etwas dreht, das Bier kalt ist und das Licht im Schützenzelt leuchtet. Dennis Behrens und Michael Schilling installierten die Elektrotechnik auf dem Schützenplatz. Sechs Verteilerkästen für die Stromversorgung haben sie auf dem Platz platziert, damit jedes Karussell oder jeder Getränkestand auch mit Strom versorgt ist. „Für uns ist das hier eine kleinere Veranstaltung“, sagt Schilling. Die Mitarbeiter der Edewechter Elektrotechnikfirma Beckhäuser sind auch auf den ganz großen Festen in der Umgebung unterwegs – wie beispielsweise dem Oldenburger Stadtfest oder dem Weihnachtsmarkt.

400 Volt und noch mehr Spannung ist zum Teil auf den dicken Leitungen. An der dicksten von ihnen hängt das Zelt. Einer der größten Stromschlucker sei der Autoscooter, wissen Michael Schilling und Kollege Dennis Behrens. „Der verbraucht an den vier Tagen rund 1000 Kilowattstunden Strom“, sagt Schilling. Zum Vergleich: Der Durchschnittsverbrauch eines Vier-Personenhaushalt in einem Einfamilienhaus liegt bei rund 4000 Kilowattstunden – im Jahr, heißt es auf der Internetseite der gemeinnützigen Energieberatungsgesellschaft „co2online“ .

Damit der Energieversorger EWE mit den Stromkunden während des Festes sauber abrechnen kann, sind in den Kästen Stromzähler montiert. „Wir notieren den Stand jetzt und nach dem Fest“, sagt Dennis Behrens. Viel Strom benötigten auch die Imbissbuden. Aber: „Manche stellen auf Gas um. Auch setzen die Fahrgeschäfte zunehmend auf LED-Beleuchtung, weil es Energie spart.“ Zur Königsproklamation ist der Platz jedenfalls unter Strom.

Das sind die Schützen selbst jetzt schon. Die Schützenvereine der Umgebung treffen sich seit Dienstag zum Pokalschießen auf dem Wiefelsteder Schießstand. „Am 5. August beginnt das Betriebe­schießen“, sagt Vereinsvorsitzender Andre Koch. Rund 180 Teams treten gegeneinander an. Da müssen die Vereinsmitglieder auf 15 Ständen die Schießaufsicht stellen. Die Parkplätze am „Lager 3000“ müssen noch von den Schützen hergerichtet werden. Und Andre Koch selbst feilt in diesen Tagen an seiner Rede für das größte Schützenfest des Ammerlandes.

Bild & Text: Jens Schopp

Quelle: NWZonline

Die Bierkisten werden wieder quer gestapelt


Beliebt: Das Bierkisten-Querstapeln ist beim Wiefelsteder Schützenfest nicht mehr wegzudenken, auch wenn es in diesem Jahr erst die dritte Auflage ist.

In Wiefelstede werden die Tage bis zum Schützenfest am zweiten Augustwochenende mittlerweile gezählt. Damit das Warten mit ein bisschen Kurzweil unterlegt ist, steigt in diesem Jahr wieder das Bierkisten-Querstapeln des Schützenvereins Wiefelstede. Für Dienstag, 6., und Mittwoch 7. August, sind die Vorrunden für den Wettbewerb angesetzt. Das Finale findet dann einen Tag vor dem 126. Wiefelsteder Schützenfest, Donnerstag, 8. August, statt. Die Wettbewerbe starten jeweils um 19 Uhr auf dem Schützenplatz an der Gristeder Straße. Acht Teams haben bereits gemeldet.

„Wiefelsteder Schützenfest, immer ein Volltreffer“ lautet das Motto in diesem Jahr. Ein Volltreffer war auch schon die Premiere 2017. Schützenpräsident Andre Koch und sein Vorgänger Dirk Siemen hatten den Wettbewerb bei einer anderen Veranstaltung gesehen. Sofort war den beiden klar, dass das mit ins Vorprogramm genommen werden muss. Und das erste Querstapel-Turnier schlug auch gleich im Ort ein. Beim Premierenfinale schauten über 400 Besucher auf dem Schützenplatz zu.

Mehr noch: Die Wiefelsteder Stapelteams „Jungbullen“ bei den Herren und „Rosatas“ bei den Damen sorgten bei den offenen Deutschen Meisterschaften im Bierkisten-Querstapeln im Mai in Rotenburg für eine faustdicke Überraschung. Die bis dahin noch ungeschlagenen Meister vom „Werkstattclub“ aus Scheeßel verloren ihren Titel. Die „Jungbullen“ brachen den Rekord und siegten mit 72 Kisten. Und die Damen taten es ihnen nach: Die „Rosatas“ siegten mit 34 Kisten gegen die „Black Magic Girls“ aus Bothel, die es auf 31 Kisten in Reihe brachten. In jedem Team traten zum Start fünf Athleten an.

Wer bei dem Spaß mitmachen will: Anmeldungen für den Stapelwettbewerb werden immer dienstags ab 19.30 Uhr in der Schützenhalle am Schützenplatz angenommen.
Mehr Infos und Trainingszeiten:   andre.koch@schützenverein-wiefelstede.de 

Text: Jens Schopp
Bild: Tonia Hysky
Quelle: NWZonline

Schützenröcke sind ihr Leben

Ein feines Stück Stoff: Liane Brunken kümmert sich seit gut 50 Jahren um Schützenuniformen.

„Ich erkenne sofort, ob ein Ärmelstreifen zu tief oder das Wappen des jeweiligen Schützenvereins zu hoch sitzt“, sagt Liane Brunken. Das kommt bei ihr nicht vor. Der Streifen neun Zentimeter vom Ärmelende, das Wappen zwölf Zentimeter unter der Schulter, erklärt die Fachfrau. Seit gut 50 Jahren kümmert sie sich um die Uniformen vieler Ammerländer Schützen.

Jetzt, so kurz vor dem Wiefelsteder Schützenfest am zweiten Augustwochenende, hat Liane Brunken genug zu tun. Hier noch einen Knopf annähen, dort eine offen gegangene Naht wieder schließen. Schließlich muss zum Höhepunkt des Jahres im Ort alles richtig sitzen.

Früher, da hatte Liane Brunken zusammen mit ihrem verstorbenen Mann Renke ein Textilgeschäft im Ort. „Da haben wir die Jacken noch selbst verkauft“, erinnert sie sich. So auch die dazugehörigen schwarzen Hosen. Wer heute eine neue Schützenjacke braucht, der schaut bei Liane Brunken in der Nähstube vorbei und die Dame nimmt Maß. „Dann bestelle ich die Jacken. Wenn sie da sind, wird anprobiert.“ Wenn das Stück Stoff nicht passt, geht es retour. Mit einer nicht passenden Jacke ist noch keiner bei Liane Brunken aus dem Haus gegangen. Am Ende werden Streifen und Jacken fachgerecht vernäht.

Das Schneiderhandwerk hat die Dame nicht gelernt. „Ich habe es mir selbst angeeignet. Und schließlich habe ich in eine Schneiderfamilie eingeheiratet“, sagt sie. Einmal, erinnert sie sich, da hatte sie einen echten „Schützen-Notfall“ als Kunden. „In Linswege haben sie morgens den König ausgeschossen. Der hatte aber gar keine Schützenjacke.“ Dann sind sie aus der Kreisstadt nach Wiefelstede gefahren. Liane Brunken hatte noch eine passende Jacke auf Lager. „Das Wappen ihres Vereins haben die Linsweger mitgebracht.“ Das hat sie dann zusammen mit den übrigen Teilen auf den Schützenrock genäht. So konnte sich der neue Linsweger König seinem Schützenvolk zeigen.

Sie selbst war 25 Jahre lang sportlich bei den Wiefelsteder Schützen aktiv. Sportlich ist sie nicht mehr unterwegs, aber seit „ewig“, wie sie sagt, betreut sie am Nachmittag des Schützenfestsonntags die Senioren im Zelt mit. „Das macht mir sehr viel Spaß.“

Und richtig freut es sie, wenn freitags vor der Schützenfest-Disco das Tombola-Team in ihrem Garten zu Besuch ist.

Text & Bild: Jens Schopp

Quelle: NWZonline

T-Shirts für die kleinsten Schützen fertig

Fertig: Die T-Shirts für die Schützenkinder sind bedruckt. Dirk Siemen wird sie jetzt verteilen.

T-Shirts für die kleinsten Schützen fertig

Die T-Shirts für die ganz kleinen Schützen des Wiefelsteder Schützenvereins sind fertig. Dirk Siemen, Mitarbeiter des Vorstandes des Vereins, hat sie jetzt abgeholt und wird sie nun in den kommenden Tagen an die entsprechenden Kinder im Ort verteilen.

„Der Verein verschenkt T-Shirts an Kinder von Vereinsmitgliedern, die nicht älter als sechs Jahre sind“, berichtet Siemen. Neben ihrem Namen prangt auch noch das Vereinswappen auf dem Stück Stoff (NWZ berichtete). Im vergangenen Jahr präsentierten über 20 Steppke ihr grünes Shirt beim Kinderumzug anlässlich des Schützenfestes im Ort. Aktuell hätten rund 35 Kinder das Schützen-T-Shirt in ihren Kleiderschränken. „Das wollen wir in diesem Jahr toppen“, kündigt Vorstandsmitarbeiter Siemen an. Das ist auf alle Fälle gelungen. Elf neue Hemdchenträger sind dazu gekommen. Sie werden ihr neues Textil auf dem Kinderumzug des Schützenfestes am Montag, 12. August tragen.

Falls noch Nachbestellungen reinkommen, sei es kein Problem, die noch abzuarbeiten. Siemen bringt sie zu einem Geschäft im Nachbarort Rastede. „Dann sind die in ein paar Tagen und auf alle Fälle rechtzeitig vor unserem Schützenfest fertig“, sagt der Ehrenvorsitzende der Wiefelsteder Schützen.

Bild & Text: Jens Schopp

Quelle:NWZonline