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Vereinsleben seit zwei Jahren auf Sparflamme

Jahreshauptversammlung beim Schützenverein Wiefelstede mit reichlich Verspätung. Zahlreiche Mitglieder wurden vom Vorstand geehrt.

Vereinsleben seit zwei Jahren auf Sparflamme

Mit gut achtmonatiger Verspätung wegen Corona konnte jetzt der Schützenverein Wiefelstede seine Generalversammlung durchführen. Dazu ein sehr zufriedener Präsident: „Ich bin sehr froh, dass ihr hier so zahlreich erschienen seid“, empfing Andre Koch die Teilnehmer. Rund 70 Mitglieder waren erschienen.

Der Jahresbericht 2020 des Präsidenten und auch der Bericht des Kassenprüfers fielen recht knapp aus. Das letzte große Treffen war die Generalversammlung Anfang März vergangenen Jahres, danach legte der erste Lockdown das Vereinsleben über mehrere Monate lahm.

Erst im Herbst 2021 ging es wieder los, wenn auch mit Einschränkungen. Allerdings musste das Schützenfest erneut ausfallen, dazu konnten keine Wettkämpfe mit anderen Vereinen ausgetragen werden. Und so meldete auch der Kassenführer des Vereins, Dieter Jürgens, kaum Bewegungen im finanziellen Bereich. „Es wurde wenig ausgegeben, aber auch wenig eingenommen.“

Sportleiter berichtet

Etwas umfangreicher fiel der Bericht des Sportleiters Frank Trepiak aus, wobei er gewissermaßen den Jahresbericht 2021 vorwegnahm und die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften, die wie immer in München stattfanden, den Mitgliedern mitteilte.

Besonders erfolgreich waren die Schützen im Kleinkaliber-Liegendkampf, wobei in der Klasse Herren III Marco Hummer mit 624,9 Ringen den ersten Platz belegte. Christoph Storck wurde hier 9., Stephan Schoppe belegte den 13. Rang von 88 Startern. In der Mannschaftswertung wurde hier das Team aus Wiefelstede Zweiter bei sieben gewerteten Mannschaften.

Mitglieder geehrt

Etwas länger dauerte der Tagesordnungspunkt „Ehrungen“. Insgesamt 27 Frauen und Männer wurden für ihre 70-, 60-, 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Schützenbundes sowie der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Persönlich in Empfang nehmen konnte die Auszeichnung in Gold Gerd Gerken für seine 70-jährige Mitgliedschaft. Heinrich Reins musste seine Teilnahme absagen. Für ihre 60-jährige Mitgliedschaft erhielten Hermann Fastje, Karl Kuck und Gerd Völkers die Auszeichnung persönlich. Fritz Ahlers, Heinrich Böneker und Klaus Stolle bekamen sie zugestellt. Die 50-jährigen Jubilare Siegbert Hahn, Ingo Hellbusch, Thomas Kuck, Hans Küpker jun. und Heino Tönnjes nahmen ihre Auszeichnungen bei Rabe in Empfang, während Jochen Eilers und Gerd Kuck an diesem Abend fehlten.

Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft wurden Achim Brumund und Angela Wichmann sowie in Abwesenheit Jens Brumund und Gerd Wemken jun. geehrt. Die Silberne Ehrennadel für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft erhielten Sven Bärwinkel, Carsten Eberlei, Joachim Fandrey, Lothar Krawczyk, Dieter Martens, Annegret Thien, Rene Tuma und Frank Willers.

Anschließend wurde Marten von Lienen in seiner Funktion als einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt.

 

Quelle: NWZonline

Text & Bild: Erhard Drobinski

 

Wiefelsteder Schützen bei Meisterschaft erfolgreich

Die Wiefelsteder Schützen (l.) holen bei den Deutschen Meisterschaften den zweiten Platz.
Bild: In der Mitte Marco Hummler, der neben der Silber- auch die Goldmedaille für die Einzelwertung erhalten hat, und daneben Stephan Schoppe (l.) und Holger Andersohn.

Die Wiefelsteder Sportschützen waren bei den Deutschen Meisterschaften erfolgreich. Sie kehrten mit Medaillen heim.

Die Corona-Pandemie war der Grund, weshalb auch der Schießsport lange nicht oder nur eingeschränkt möglich war, erst spät konnte wieder trainiert und in Wettbewerben die aktuelle Leistungsstärke für folgende Meisterschaften ermittelt werden, schreibt der Schützenverein Wiefelstede in einer Pressemitteilung.

Silber für die Mannschaft

Umso erfreulicher das Einzel- und Mannschaftsergebnis bei den Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in München für Schützen des Wiefelsteder Schützenvereins.

In der Disziplin „Kleinkaliber liegend III“ errang die Mannschaft mit Stephan Schoppe, Marco Hummler und Holger Andersohn gegen starke Konkurrenz die Silbermedaille. Noch besser dann in der Einzelwertung dieser Disziplin der neue Deutsche Meister Marco Hummler, der bei 60 Schuss mit 624,9 Ringen auf das Siegerpodest steigen konnte. Die „Zahl mit Komma“ im Ergebnis erklärte Andre Koch, Präsident des Wiefelsteder Schützenvereins: „Nach den internationalen Regeln erfolgt eine dezimale Zählweise, das heißt, dass die beste 10 eine 10,9 ist, wenn der Treffer exakt im Zentrum der Scheibe liegt. In dem Wettbewerb mussten 60 Schuss abgegeben werden, und da Marco Hummler 624,9 Ringe zur Meisterschaft erreichte, hat er durchschnittlich mit jedem Schuss eine 10,4 erreicht – eine sensationelle Leistung des Wiefelsteder Schützen bei der Deutschen Meisterschaft“, schreibt Andre Koch, Präsident der Wiefelsteder Schützen.

Hoffen auf normale Wettkämpfe

Für die Zukunft hoffen die Schützen wieder auf „normale“ Wettkämpfe und Qualifikationen für Meisterschaften auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene, denn dann werden, wie in den vergangenen Jahren, mehrere Wiefelsteder Schützen in München an den Start gehen können. „Natürlich werden dann auch wieder zahlreiche Schlachtenbummler unsere Meisterschützen in die Olympia-Schießanlage nach München begleiten“, ist sich Andre Koch sicher.

Einen Empfang in Wiefelstede für die erfolgreichen Sportschützen will man ausrichten, sagt Koch. „Termine kann ich aber noch nicht nennen“, so der Wiefelsteder Schützenpräsident. Das hänge auch von der Coronalage ab.

Im vergangenen Jahr sind wegen der Pandemie die Deutschen Meisterschaften auf dem Münchener Olympia-Gelände ausgefallen. Dieses Mal fanden sie ohne Zuschauer statt. Eine Fan-Delegation aus Wiefelstede konnte sich also nicht auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt machen.

Bei den letzten Meisterschaften vor der Pandemie, also 2019, kehrten Wiefelsteder Schützen ebenfalls mit Medaillen um den Hals in das Ammerland zurück.

Quelle: NWZonline

 

 

Wiefelsteder Schützenfest zum zweiten Mal abgesagt

Das wird es auch in diesem Jahr nicht geben: Das Schützenfest in Wiefelstede ist zum zweiten Mal hintereinander abgesagt worden.

Wiefelsteder Schützenfest zum zweiten Mal abgesagt

 
Jetzt ist es amtlich: Auch in diesem Jahr wird es in Wiefelstede kein Schützenfest geben. Der Vorstand hat das größte Schützenfest des Ammerlandes zum zweiten Mal hintereinander abgesagt, der Verein hat eine entsprechende Information an die rund 700 Mitglieder geschickt.
 
„Nach vielen intensiven Gesprächen und Abstimmungen mit den Genehmigungsbehörden müssen wir Euch leider mitteilen, dass wir auch in diesem Jahr weder Königsschießen noch Schützenfest durchführen können. All die derzeit auftretenden Regelungen mit Begrenzungen, Abständen und Auflagen bieten keine Möglichkeiten unseren Kern, unsere Gemeinschaft zu leben“, schreibt Schützenpräsident Andre Koch.

Baugenehmigung nötig

Laut Koch brauche der Schützenverein für sein Fest eine Baugenehmigung. Die wird vom Landkreis erteilt. Das dauere in der Regel sechs Wochen. Da das Schützenfest immer am zweiten Wochenende im August stattfindet, reiche die Frist nicht mehr, so Koch. „Wir haben versucht, die Entscheidung so lange wie möglich rauszuziehen. Aber am Ende blieb uns keine andere Wahl“, so Koch.
 
Die Coronalage sei einfach noch zu unsicher. Und Szenen wie bei der Fußball-Europameisterschaft hält der Vorstand des Schützenvereins einfach für unverantwortlich.

Andre Koch nennt als Beispiel den Sieg der Engländer gegen Deutschland. „Da lagen sich alle in den Armen ohne Maske und natürlich ohne Abstand.“ Und ein Schützenfest mit Abstand sei einfach kein Schützenfest wie man es in Wiefelstede und im übrigen Ammerland kenne, sagt der Schützenpräsident.

Fest für alle

Eine abgespeckte Version komme für den Verein nicht infrage. „Wen will man auf das Gelände lassen und wen nicht?“, fragt Andre Koch. Das sei nicht zu machen. Der Wiefelsteder Schützenverein feiere sein Fest für alle.

Dass das Fest erneut abgesagt werden musste, ist nicht nur für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde ein herber Schlag, auch die Kasse des Vereins leidet.

Ist da die Sause doch eine der Haupteinnahmequellen des Vereins. „Das müssen wir verkraften“, so der Vereinsvorsitzende. Nähere Angaben zu Beträgen machte er allerdings nicht. Auch wie viele Besucher sich an den Schützenfest-Tagen im Zelt und auf dem Schützenplatz tummeln, konnte er am Freitag nicht sagen.

Neben der eigentlichen Party, in Wiefelstede auch „fünfte Jahreszeit genannt“, sind auch die Veranstaltungen im Vorfeld abgesagt. Das Betriebsschießen und das Bierkisten-Stapeln wird es auch in diesem Jahr ebenfalls nicht geben, kündigte Andre Koch an.

Kleiner Trost

Kleiner Trost: „Erste Schritte zur Rückkehr zu unserem Vereinsleben sind getan. Wir konnten das Training wieder aufnehmen und erste Meisterschaften werden durchgeführt“, schreibt Koch. Zudem habe der Ausschank im Vereinsheim wieder geöffnet. Und am 20. September soll die Generalversammlung des Vereins stattfinden.

 

Quelle: NWZonline
Bild: NWZ Archiv
Text: Jens Schopp

Kein Wiefelsteder Schützenfest 2021

Kein Wiefelsteder Schützenfest 2021
 
Nach vielen intensiven Gesprächen und Abstimmungen mit den Genehmigungsbehörden müssen wir Euch leider mitteilen, dass wir auch in diesem Jahr weder Königschießen noch ein Schützenfest durchführen können. All die derzeit auftretenden Regelungen mit Begrenzungen, Abständen und Auflagen bieten keine Möglichkeiten unseren Kern, unsere Gemeinschaft zu leben.
Wir wissen, wie schmerzlich die Einschränkungen für die meisten von Euch sind und bitten Euch um Verständnis für unsere Entscheidung.
 
Bleibt Gesund !