Archiv für den Monat: August 2014

Wieder Medaillen: Gold (2x) und Bronze

Wiefelsteder Schützen in München-Hochbrück erneut sehr erfolgreich

Eine solche Erfolgsserie hat es für die Wiefelsteder in den vergangenen 35 Jahren nicht gegeben, sagt Präsident Dirk Siemen. Er war am Donnerstag stolz – auch auf den Verein.

von Claus Stölting

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WIEFELSTEDE/MÜNCHEN Schon wieder Volltreffer: Zweimal Gold und einmal Bronze schafften die Wiefelsteder Schützen am Mittwoch bei der Deutschen Meisterschaft in München-Hochbrück. In der Altersklasse holte die Mannschaft mit Nicolai Venger, Marco Hummler und Alexander Steinbach Gold in der Disziplin Kleinkaliber dreimal 20 Schuss und wurde Deutscher Meister mit 1698 Ringen. In der Einzelwertung schaffte Nicolai Venger bei den Senioren mit 573 Ringen ebenfalls Gold – und den Titel. Bronze schaffte im Einzel – ebenfalls bei den Senioren – zudem Günther Peper mit 565 Ringen.

Damit haben die Aktiven des Schützenvereins Wiefel­stede bei der aktuellen Deutschen Meisterschaft, die am Donnerstag endete, sieben Medaillen geholt und stellen drei Deutsche Meister. Bereits am Sonnabend hatte René Wempen – wie berichtet – eine Bronzemedaille geholt. Am Montag holte die Mannschaft (Altersklasse) mit Marco Hummler, Alexander Steinbach und Stephan Schoppe in der Disziplin Kleinkaliber-Liegendkampf Gold und den Meistertitel. In der Einzelwertung schafften zudem Alexander Steinbach die Silber- und Holger Andersson die Bronzemedaille.

Wiefelstedes Schützenpräsident Dirk Siemen erklärte am Donnerstag: „So einen Erfolg hatten wir in den vergangenen 35 Jahren nicht – einfach klasse.“ Er zeigte sich stolz auf seine Schützen – und auf den Schützenverein Wiefelstede. Die Schützen hätten geübt und geübt und nun den Erfolg dafür geerntet.

Quelle: http://www.nwzonline.de/ammerland/lokalsport/wieder-medaillen-gold-2x-und-bronze_a_17,0,2303605101.html

Wiefelsteder fahren vier Medaillen ein

Eine Silbermedaille bringt Alexander Steinbach mit, der auch mit der Mannschaft Gold holte. Holger Andersson schaffte ebenso Bronze wie Renè Wempen.
von Claus Stölting

Schaffte Bronze bei der „Deutschen“: René Wempen vom Schützenverein Wiefelstede.

Schaffte Bronze bei der „Deutschen“: René Wempen vom Schützenverein Wiefelstede.

Wiefelstede/München Ordentlich abgeräumt haben die Wiefelsteder Schützen bislang bei der Deutschen Meisterschaft in München-Hochbrück. Bereits am Sonnabend fuhr René Wempen in der Disziplin Kleinkaliber Junioren Liegendkampf mit 588 Ringen die Bronzemedaille ein: Nur zwei Ringe trennten ihn vom Meistertitel. Am Montag holte die Mannschaft in der Herren-Altersklasse mit Marco Hummler, Alexander Steinbach und Stephan Schoppe beim Kleinkaliber-Liegendkampf mit 1769 Ringen Gold, in der Einzelwertung schafften zudem Alexander Steinbach Silber und Holger Andersson Bronze (beide 593 Ringe). Die Siegerehrung fand am frühen Montagabend in München-Hochbrück statt.

Die gut 15 Wiefelsteder Teilnehmer an der „Deutschen“ haben mehr als 30 Starts zu absolvieren: Noch bis Donnerstag wird geschossen. Wiefelstedes Schützenpräsident Dirk Siemen hat auch in diesem Jahr mehr als 20 Sportschützen, Funktionäre, Trainer und Zuschauer aus Wiefelstede nach München begleitet: Lokale Unterstützter sind also wieder vor Ort.

Den Medaillengewinn René Wempens verfolgte am Sonnabend in München auch seine Familie: Sogar Oma und Opa waren angereist. Nach der Siegerehrung erfolgte noch ein Empfang beim Nordwestdeutschen Schützenbund (Landesverband), bei dem Präsident Jonny Otten mit seinem Team die Leistung im Rahmen der Begleiter und seiner Familie würdigte.

Seine Teilnehmer an der „Deutschen“ will der Schützenverein Wiefelstede am Donnerstag, 4. September, in Rabes Gasthof in einer vereinsinternen Feier begrüßen. Dann soll auch eine Bilanz bezüglich der Deutschen Meisterschaft gezogen werden. Bis Donnerstag treten auch die Wiefelsteder Schützen noch in München an.

Wir sind doppelter Deutscher Meister 2014 ! Alle Ergebnisse hier.

 

Deutscher Meister                  Mannschaft2

 

 

Name Disziplin Ergebnis Rang Medaille/n
Ole Prigge KK 3* 40 1117 20
Rene Wempen KK 3* 40 1122 15
Rene Wempen KK liegend 588 3 Bronzemedaille
Ole Prigge KK liegend 582 16
Rene Wempen LG 60 577 32
Marco Hummler KK liegend 591 6 Mannschaft 1.Platz Goldmedaille
Alexander Steinbach KK liegend 593 2 Silbermedaille (Einzelmedaille) Mannschaft 1.Platz
Stephan Schoppe KK liegend 585 29 Mannschaft 1.Platz Goldmedaille
Carsten Thien KK liegend 507 92 Mannschaft 14.Platz
Rainer Kuck KK liegend 578 63 Mannschaft 14.Platz
Holger Anderssohn KK liegend 593 3 Bronzemedaille (Einzelmedaille) Mannschaft 14.Platz
Heinrich Brüggemann KK liegend 577 66 Mannschaft 12.Platz
Günther Peper KK liegend 581 53 Mannschaft 12.Platz
Franz gr. Rebel KK liegend 584 34 Mannschaft 12.Platz
Alexander Groen KK 3*20 542 49 Mannschaft 16.Platz
Rene Wempen KK 3*20 551 28 Mannschaft 16.Platz
Ole Prigge KK 3*20 552 26 Mannschaft 16.Platz
Günther Peper KK 3*20 565 3 Bronzemedaille
Nicolai Venger KK 3*20 573 1 Mannschaft 1.Platz Goldmedaille
Alexander Steinbach KK 3*20 560 19 Mannschaft 1.Platz Goldmedaille
Marco Hummler KK 3*20 565 6 Mannschaft 1.Platz Goldmedaille
Rene Wempen KK 100m 290 41 Mannschaft 26.Platz
Frank Trepiak KK 100m 282 98 Mannschaft 26.Platz
Burghard Tönjes KK 100m 277 113 Mannschaft 26.Platz
Günther Peper KK 100m 279 21 Mannschaft 12.Platz
Günter Diers KK 100m 272 37 Mannschaft 12.Platz
Dieter Martens KK 100m 268 38 Mannschaft 12.Platz

 

 

Schützenfest – Nachlese

Der Schützenverein Wiefelstede lädt am Dienstag, 26. August, zur öffentlichen Schützenfest – Nachlese in die Schützenhalle ein. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

Hier durften nur Männer abstimmen

Die 16 Jahre alte Farah Blohm setzte sich als jüngste gegen zwölf Kandidatinnen durch. Abgestimmt wurde streng traditionell. Mit einem Preis wird die neue Schützenliesel erst mal nicht so viel anfangen können.

von Wolfgang Wittig
Die Schönsten des Abends: Schützenliesel Farah Blohm aus Mollberg (Mitte) freute sich mit ihren Hofdamen Neele Pollmeier (links) und Maja Wilms-Eilers über den Erfolg.  Bild: Wolfgang Wittig

Die Schönsten des Abends:
Schützenliesel Farah Blohm aus Mollberg (Mitte) freute sich mit ihren Hofdamen Neele Pollmeier (links) und Maja Wilms-Eilers über den Erfolg.
Bild: Wolfgang Wittig

Wiefelstede – Der Jubel konnte lauter nicht sein, als Moderator Wolfgang Stubbe am späten Montagabend das Ergebnis der Wahl der Wiefelsteder Schützenliesel bekannt gab. Mit der 16-jährigen Farah Blohm aus Mollberg hatte die Jüngste aus dem Feld der zwölf Kandidatinnen das Rennen gemacht und darf sich nun für ein Jahr Schützenliesel 2014 nennen.

Ihr zur Seite stehen als 1. Hofdame Neele Pollmeier und als 2. Hofdame Maja Wilms-Eilers, beide aus Wiefelstede. Krönender Abschluss der Zeremonie war dann der Ehrentanz der Schützenliesel mit dem amtierenden Schützenkönig Friedo Hots.

Aber nicht nur der Titel „Schützenliesel 2014“ ist Farah Blohm nun sicher, sondern auch ein Wochenende mit einem Mercedes SLK sowie die stolze Summe von 1000 Euro. Die beiden Hofdamen dürfen ein Wochenende mit einem Opel Cascada fahren und freuen sich jeweils über 300 Euro Taschengeld.

„Ich bin einfach überwältigt. Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass ich die meisten Stimmen erhalten habe. Mit dem ersten Platz hatte ich nie gerechnet, da ich ja kaum viele Wiefelsteder kenne. Aber ich habe wohl mit meiner Ausstrahlung gepunktet“, so die Schülerin der KGS Ras­tede am Tag danach. Bis drei Uhr wurde mit der Familie und Freunden im Festzelt das große Ereignis gefeiert. „Dann taten mir doch die Füße so weh, dass ich nach Hause musste“, so die Schützenliesel. Ob Farah mit der Wochenendfahrt des SLK wartet, bis sie den Führerschein hat, oder ob sie den Vater als Fahrer engagieren wird, will sich die 16-Jährige noch überlegen.

Die Spannung, wer die Schärpe der Schützenliesel umgehängt bekommen wird, ließ sich den ganzen Abend über nicht nur in den Gesichtern der jungen Teilnehmerinnen ablesen, sondern auch deren Fans waren eifrig damit beschäftigt, die männlichen Besucher des Schützenfestes von ihrer Kandidatin zu überzeugen.

Die Wahl zur Schützenliesel in Wiefelstede ist seit je her den Männern vorbehalten. Diese hatten an der Kasse einen Stimmzettel erhalten, der nur noch mit der Startnummer der Kandidatin versehen werden musste. Anders als bei den herkömmlichen Miss-Wahlen ist die Wahl zur Schützenliesel in Wiefelstede eine Sympathiewahl, bei der die jungen Damen sich zunächst in einer kurzen Vorstellung auf der Bühne, beim Tanzen mit einem Partner ihrer Wahl und den ganzen Abend über beim Promenieren über die Festwiese präsentieren.

Dabei steht bei allen Kandidatinnen der Spaß im Vordergrund, wie die 18-jährige Hanna Brumund aus Hahn-Lehmden bestätigt: „Ich bin das erste Mal dabei und es macht wirklich Spaß. Mein Vater hat ein Geschäft in Wiefelstede und daher kennen mich auch viele, die mir geraten haben, mitzumachen.“ Auch Jördis Reese (17) aus Wiefelstede hatte sich von Freunden und den Eltern überzeugen lassen: „Erst war ich mir nicht so sicher, aber dann hat es einfach nur Spaß gemacht. Es war schon toll, von so vielen Leuten angesprochen zu werden.“

Auch nach der Wahl war das 121. Wiefelsteder Schützenfest noch lange nicht zu Ende. Bis in den frühen Morgen wurde gefeiert.

NWZ TV   zeigt einen Beitrag unter www.nwzplay.de

Quelle: http://www.nwzonline.de/ammerland/kultur/juengste-gewinnt-sympathiewahl-hier-durften-nur-maenner-abstimmen_a_17,0,895780397.html

Große Gaudi für kleine Gäste

Kinderumzug zum Festplatz – Hunderte Teilnehmer

Beim Gaudinachmittag stand der Spaß im Vordergrund. Die Schützen hatten sich für ihre kleinen Gäste einiges einfallen lassen.

Hunderte Kinder liefen mit Blumenstöcken und in Begleitung ihrer Eltern, Großeltern und Geschwister beim Festumzug mit. Gestartet wurde vor dem Rathaus.

Hunderte Kinder liefen mit Blumenstöcken und in Begleitung ihrer Eltern, Großeltern und Geschwister beim Festumzug mit. Gestartet wurde vor dem Rathaus.

Wiefelstede Der Wiefelsteder Rathausplatz glich am Montagnachmittag einem Blumenmeer. Hunderte Kinder hatten sich da nämlich für ihren Umzug zum Festplatz des 121. Wiefelsteder Schützenfestes versammelt. Ausgestattet mit Blumenstöcken ging es in Begleitung der Eltern, Großeltern und Geschwister dann pünktlich los – angeführt von den Schützen des Wiefelsteder Schützenvereins und den Musikern des örtlichen Spielmannszuges.

Gaudinachmittag für Kinder

Von der Kirchstraße über die Amselstraße kam der Umzug schon nach wenigen Minuten am Festplatz an. „Oh, mit dem Karussell muss ich fahren“, freute sich der achtjährige Markus aus Metjendorf, als er das „1001 Nacht“ erspähte und zog seinen Vater auch gleich in die Richtung.

Am Eingang zum Festgelände verteilten indes Fritz Büntemeyer und Norbert Militzer vom Wiefelsteder Schützenverein Überraschungstüten mit allerhand süßen Leckerein, wie Büntemeyer verriet.

Der Empfang der Kinder sei längst Tradition, berichteten sie. „Wir verteilen die Überraschungstüten jedes Jahr gern“, so Büntemeyer. „Und wenn man dann in die lachenden Gesichter der Kinder blickt, weiß man auch warum“, ergänzte Militzer.

Auf dem Festplatz strömten die kleinen und großen Umzugsteilnehmer dann in alle Richtungen. Die Mehrheit von ihnen wollte aber erstmal die Blumenstöcke abgeben. Im großen Zelt waren die Schützen schon fleißig am Einsammeln. Zur Belohnung gab es für die kleinen Gäste Knabbereien und ein Getränk. Traditionell wird mit den Blumenstöcken das Festzelt für den Abend hergerichtet.

„Der Umzug war gut“, berichtete Maira aus Wiefelstede. Die Vierjährige sei das erste Mal dabei gewesen. Nach einer kurzen Verschnaufpause wolle sie auf jeden Fall die Karussells ausprobieren.

Schon fünf bis sechs Mal beim Umzug dabei war hingegen der achtjährige Florin aus Wiefelstede. Dabei habe er auch dieses Mal wieder einige seiner Schulkameraden gesichtet. „Mal sehen, was ich gleich noch unternehme“, sagte er. Lotte (12) und Kim (13) wussten hingegen schon sehr genau, was sie nach dem Umzug machen werden. „Freunde treffen und Karussell fahren“, waren sich beide einig. Gelegenheit dazu boten einige Fahrgeschäfte: Am Autoscooter war der Andrang schon nach kurzer Zeit besonders groß. Doch auch die Schießbude lockte den Schützennachwuchs an.

In die Luft abheben konnten indes die kleinen Mitfahrer auf dem Karussell „Jumbo-Flug“. Für die mutigeren unter ihnen bot das „1001 Nacht“ Abwechslung.

Auch die Tombola am Festzelt war immer gut besucht. Im Rahmen des Gaudinachmittags starteten dann auch Spiele wie der Kletterbaum, bei dem mutige Neunjährige so hoch wie möglich klettern mussten.

 

 

Quelle: http://www.nwzonline.de/ammerland/kultur/grosse-gaudi-fuer-kleine-gaeste_a_17,0,812362994.html

von Christina Henze

Gigantischer Anblick vor dem Rathaus

1000 Schützen aus ganz Deutschland zu Gast in Wiefelstede – Sonnabend und Sonntag Umzüge

Bürgermeister Jörg Pieper übergab den Rathausschlüssel an die Schützen. Das ganze Wochenende wurde gefeiert.

von Eilert Freese und Frank Jacob

Festmarsch durch Wiefelstede: Vom Rathaus zogen die Schützen mit befreundeten Vereinen und Musikgruppen zum Festplatz. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Umzug vom Straßenrand.

Festmarsch durch Wiefelstede: Vom Rathaus zogen die Schützen mit befreundeten Vereinen und Musikgruppen zum Festplatz. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Umzug vom Straßenrand.
Bild: Frank Jacob

WIEFELSTEDE – Der Anblick war gigantisch: Rund 1000 Schützen aus den 20 deutschen Landesverbänden hatten sich am Sonnabend vor dem Wiefelsteder Rathaus versammelt. Erstmals wurde beim Wiefelsteder Schützenfest das Bundeskönigsschießen ausgetragen.

Landrat Jörg Bensberg begrüßte die Schützen. Das Schützenwesen sei ein wichtiger Bestandteil des Gemeinwesens, sagte er und fügte an: „Das Miteinander und das Heranführen der Jugend an die Traditionen sind wichtig.“

Der Präsident des Oldenburger Schützenbundes, Peter Wiechmann, war sich sicher, dass die Ausrichtung des Bundeskönigsschießens eine Anerkennung und Wertschätzung aller Schützenvereine in der Region sei. Bürgermeister Jörg Pieperübergab den Rathausschlüssel an Wiefelstedes Schützenpräsident Dirk Siemen mit den Worten: „Hiermit übergebe ich dir, lieber Dirk, den Schlüssel. Auch den Kassenschlüssel, aber die ist ja meistens leer.“

In drei Intervallen machten sich die Schützen anschließend auf den Weg zum Festplatz. Bei strahlendem Sonnenschein sorgten verschiedene Musikgruppen für Unterhaltung.

Am Sonntag wurde in Wiefelstede munter weiter gefeiert. Nachdem Schützenkönig Friedo Hots und Gefolge abgeholt worden waren, sammelten sich die Schützen mit den befreundeten Vereinen erneut vor dem Rathaus. Begleitet vom Spielmannszug Wiefelstede, der niederländischen Gruppe „De Utlopers“, dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Middels und dem Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen zogen die Schützen durch den bunt geschmückten Ort zum Festplatz.

„Ich freue mich über den zahlreichen Besuch“, sagte Präsident Siemen, bevor im Zelt Berliner serviert wurden. Außerdem gaben die Musikgruppen Konzerte. An diesem Montag wird das Schützenfest fortgesetzt. Höhepunkt ist die Wahl der Schützenliesel .

Quelle: http://www.nwzonline.de/ammerland/kultur/gigantischer-anblick-vor-dem-rathaus_a_17,0,726137255.html

Torfrock-Fans mögen’s im Festzelt richtig säuisch

Kultband spielt vor rund 3500 Besuchern zum Auftakt des Wiefelsteder Schützenfestes

von Eilert Freese

Torfrock

Stimmungsgaranten: Die Kultband „Torfrock“ heizte zum Auftakt des Schützenfestes mächtig ein.
Bild: Eilert Freese

WIEFELSTEDE – Die Gruppe „Mr. Cracker“ hatte mit ihrer Frontfrau Marie Katzer dem Publikum am Freitagabend schon ordentlich eingeheizt, als gegen 21.30 Uhr der langhaarige Gitarrist Raymond Voss von „Torfrock“ mit Cowboyhut als Erster die Bühne mit einem lang anhaltenden „Crash“ auf seiner Gitarre betrat. Das reichte, um die Menschen in Sekundenschnelle vom Festplatz in das Zelt zu locken. Leadsänger Klaus Büchner legte gleich los mit dem Song aus dem Hühnerstall „Wir machen die Hits…“.

Die Begrüßungszeremonie zwischen Torfrock und Publikum wirkte wie einstudiert. „Vielen, vielen Dank fürs Kommen“, begrüßte Büchner. „Vielen, vielen Bitte“, reagierte das Publikum. Gebt mir ein „Yeah“, gebt mir ein „Doppel-Yeah“ – und das Publikum gab lautstark, was Büchner forderte. Es endete schließlich in „Jo, yeah“ und in „Doppel-Jo, yeah“. Man verstand sich.

Die rauchgeschwängerte, schwüle Luft im Festzelt schien die Stimmung noch um ein Vielfaches anzuheizen. Tausendfach grölte es „Hau’ mir doch bidde nicht mehr auf die Libbe….“. Die teilweise mit „Torfrock-T-Shirts“ bekleideten und „Wikinger-Hörner“ bedeckten Fans kannten die Texte. Auf die Frage „Wollt’ ihr es säuisch?“ wurde laut und „positiv reagiert“. „Wollt ihr es richtig säuisch? Dann ruft alle „Jo, du Sau“. Und das Publikum tat wie befohlen. Es folgte der Millionenseller „Wild Thing“ der britischen Band „The Troggs“ von 1966 als „Wildsau-Version“, wo dem Eber Thorsten, schon brennen die Borsten. „Wildsau, wir wollen dich grill’n, Sau…“, war der Refrain.

Carsten Holzmüller war in „doppelter Funktion“ aus Bargteheide nach Wiefelstede gekommen. Einerseits als Schützenbruder und Vater der Jugendkönigin des Landesverbandes Schleswig-Holstein Sophie (12) und als Torfrock-Fan. Es war das dritte Torfrock-Konzert für ihn. Vergleiche mochte er nicht ziehen, aber „bei der Bagaluten-Wiehnacht in Lübeck flog das Bier durch den Saal“, sagte Holzmüller. Man hatte aber den Eindruck, dass er das in Wiefelstede nicht vermisst. „Ich mag lieber andere Musik“, war für Sophie wichtig zu erwähnen. Sie wollte Bundesjugendkönigin in Wiefelstede werden.

Karin und Wolfgang Obergöker aus Bokel standen außerhalb des Zeltes und genossen „den Abstand“. „Wir sind richtige Fans und waren auch vor sieben schon Jahren dabei. Zum Schützenfest kommen wir natürlich jedes Jahr“, meinte Karin Obergöker. „Das Publikum war damals jünger, heute kommen Jung und Alt“, stellte Wolfgang Obergöker fest.

Zwei Freundinnen hatten sich ebenfalls draußen von ihren Männern „abgesetzt“. „Mein Mann ist ein großer Fan und steht wahrscheinlich direkt vor der Bühne“, sagte die eine Frau, und die andere war „von Nachbarn mitgeschleppt worden“.

Mit rund 3500 Besuchern waren die 4500 Fans von 2007 nicht ganz erreicht worden, aber die Stimmung klang, als wären es 5000 gewesen.

Quelle: http://www.nwzonline.de/ammerland/kultur/torfrock-fans-moegens-im-festzelt-richtig-saeuisch_a_17,0,726084344.html