Archiv für den Monat: Juli 2018

Wer schafft es an die Wand der Könige?

Wer schafft es an die Wand der Könige?

Die Wand der Könige: Das Foto zeigt nur einen kleinen Ausschnitt. Alle Schützenkönige und ihre Ritter seit 1950 sind dort auf Fotos zu sehen. Die alte Königskette aus Silber (im Glaskasten) wurde 1978 durch die aktuelle ersetzt. Am 4. August wird sich zeigen: Wer schafft es im Jubiläumsjahr an die Wand der Könige?

Zum 125-jährigen Bestehen dürfte die Königswürde besonders begehrt sein. Auch Jubiläumskönige von vor 25 und vor 50 Jahren treten an.

Wer die Wiefelsteder Schützenhalle betritt und sich nach rechts wendet, der findet sie an der Wand – Fotos aller Wiefelsteder Schützenkönige seit 1950 und ihre Ritter, Eine chronologische Ordnung ist nicht zu erkennen. „So können die Leute ein bisschen suchen“, lacht Schützenpräsident Dirk Siemen. Am Samstag, 4. August, wird sich beim Königsschießen zeigen: Wer schafft es im Jubiläumsjahr 2018 an die Wand der Könige? Schließlich feiert der Schützenverein Wiefelstede sein 125-jähriges Bestehen.

„Nicht drauf angelegt“

Vor 25 Jahren – 1993 – holte sich der Wiefelsteder Ingo Janßen die Königswürde. „Ich hatte es nicht drauf angelegt und habe auch nicht absichtlich danebengeschossen“, erzählt der heute 50-Jährige mit gewohnt unbewegter Miene in der Schützenhalle. Geübt hatte er vorher nicht. „Das tut er nie“, weiß Dirk Siemen. Genau das scheint einige der Mitstreiter denn auch regelmäßig nervös zu machen, wird berichtet. Vor 25 Jahren machten beim Königsschießen in allen Klassen gut 100 Kandidaten mit. Janßen wurde Schützenkönig mit „nur“ 28 von 30 möglichen Ringen. „Da hatten wohl einige den Flattermann und hielten das Gewehr nicht ruhig genug“, flachst Janßen. Natürlich wird er auch am 4. August in der Schützenklasse antreten – und vorher im Gegensatz zu vielen anderen im Verein wieder nicht üben, sagt er.

So verläuft der tag des Königsschießens mit Proklamation

Das Königsschießen findet am Samstag, 4. August, statt – eine Woche vor dem 125. Wiefelsteder Schützenfest (10. bis 13. August).

Um 15 Uhr treffen sich die Schützen bei Rabes Gasthof und marschieren von dort zur Schützenhalle – begleitet vom Spielmannszug „Brass & More“.

Um 15.30 Uhr werden die alten Majestäten aus ihren Ämtern entlassen und das Königsschießen beginnt.

Um etwa 18 Uhr werden dann die neuen Majestäten proklamiert – viele Wiefelsteder schauen dabei zu.

Um etwa 19.30 Uhr beginnt im „Blauen Engel“ auf dem Schützenplatz an der Gristeder Straße die öffentliche Königsfeier.

Beim Königsschießen treten nicht nur Kandidaten der Schützenklasse an: Auch die Frauen, die Senioren, die Junioren, die Schüler/Jugend, der Spielmannszug „Brass & More“ sowie die Kinder beim Lichtpunktschießen ermitteln beim Königsschießen in Wiefelstede ihre jeweils eigenen Majestäten – die Erwachsenen bis runter zu den Junioren mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 Meter. Maximal 30 Ringe sind da möglich.

Schon 1992 hatte der Wiefelsteder die Königswürde errungen. Es war sein erstes Königsschießen, bei dem er in der Schützenklasse antrat. Dass er 1993 überhaupt mitschießen durfte, ist der Aufhebung der üblichen Zeitsperre in dem Jahr zu verdanken. Normalerweise dürfen in Wiefelstede Schützen und Damen des Königshauses für mehrere Jahre das jeweilige Amt nicht mehr bekleiden – die Schützen für zehn, die Damen für fünf Jahre. Offizielle Begründung dafür ist, dass nicht immer nur die guten Schützen im Verein ins Königshaus kommen sollen. Für das Jubiläumsjahr 2018 wurde die Sperre erstmals wieder aufgehoben, so dass am 4. August jeder König oder Königin werden kann.

Vor 50 Jahren König

Gerade kommt Willy Mönnich in die Schützenhalle. Schließlich ist Trainingsabend und der 82-Jährige schießt in der Schützenklasse immer noch bei Wettbewerben mit. „Ich war vor 50 Jahren Jubiläumskönig“, sagt der Wiefelsteder – genau in dem Jahr, in dem Ingo Janßen geboren wurde. Mönnich kann gar nicht glauben, dass seine Regentschaft schon 50 Jahre zurückliegt: „Ich habe seitdem so viel erlebt im Verein, die Zeit ist wirklich wie im Fluge vergangen.“ Auch er will mitschießen am 4. August. Allerdings weiß er noch nicht, ob er bei den Schützen oder bei den Senioren antreten wird. Der Schützenpräsident hatte der 45 Mann starken Seniorenabteilung nämlich einen Grillabend versprochen, wenn sie am 4. August mit 40 Mann teilnimmt. Der „Flurfunk“ meldet, dass die entsprechende „Rekrutierungsaktion“ bei den Senioren bereits läuft.

Bild & Text : Claus Stölting

Quelle: NWZonline

Alles klar für großen Festumzug

Alles klar für großen Festumzug

124. Schützenfest Wiefelstede Sonntag

 

Alle Genehmigungen sind eingeholt, der Streckenverlauf steht. Der etwa 1,25 Kilometer lange Umzug wird rund vier Kilometer zurücklegen müssen.

Der Verein hofft auf geschmückte Straßen und viele Zuschauer.

Alle Genehmigungen sind eingeholt, nun kann der große Festumzug anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Schützenvereins Wiefelstede am Samstag, 11. August, kommen. 31 Schleppergespanne, sieben Oldtimergruppen sowie zehn Fußgruppen mit insgesamt 790 Teilnehmern meldet der Verein für dieses Spektakel. Das ergibt eine Umzugslänge von etwa 1,25 Kilometern auf der rund vier Kilometer langen Strecke – und natürlich hofft der Schützenverein bei diesem Spektakel auf viele Zuschauer und bunt geschmückte Straßen (siehe nebenstehenden Infokasten).

Verein bittet Anwohner um Unterstützung

Für den Festumzug anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Schützenvereins Wiefelstede am Samstag, 11. August, bittet der Verein die Anwohner der Umzugsstrecke in zweifacher Hinsicht um Unterstützung.

Parken: Damit der immerhin etwa 1,2 Kilometer lange Umzug auch durchkommt, bittet der Verein, in den betroffenen Straßen am Samstag, 11. August, in der Zeit von 12 bis 18 Uhr keine Fahrzeuge auf der Fahrbahn oder den Fußwegen zu parken.

Fahnen und Fähnchen: Auf Unterstützung hofft der Verein natürlich auch beim Schmücken der Straßen, durch die der Umzug führt. Wer dazu Fähnchen und Fahnen benötigt, der kann sich bei Schützenpräsident Dirk Siemen unter Telefon 0 44 02/6 98 72 melden.

In insgesamt sechs Blöcke werden die 48 teilnehmenden Gruppen eingeteilt, meldet Cheforganisator Marten von Lienen vom Schützenverein. Der Umzug soll sich um etwa 15 Uhr im Bereich des Betriebshofes der Firma Imken in Bewegung setzen. Bis 18 Uhr soll er die gesamte Strecke bis zur Amselstraße bewältigt haben, denn dann soll das 125. Wiefelsteder Schützenfest offiziell eröffnet werden. Dies geschieht im Jubiläumsjahr nicht wie sonst vor dem Rathaus, sondern direkt auf dem Schützenplatz an der Gristeder Straße.

Der Umzug startet beim Betriebshof der Firma Imken. Über die Straße „Am Breeden“ quert er die Hauptstraße und rollt über die „Kortebrügger Straße“ bis zur Einmündung „Danziger Straße“. Über die „Danziger Straße“ geht es kurz auf die „Mühlenstraße“, von dort schwenkt der Umzug dann nach links ein in die „Berliner Straße“. Von dort geht es kurz auf den „Wemkendorfer Weg“, dann schwenkt der Tross nach links ein in die „Gartenstraße“. Der Umzug folgt ihr bis zum Abzweig

„Parkstraße“. Dort teilt sich der Umzug: Ein Teil folgt der „Parkstraße“, der andere der „Gartenstraße“. Wo diese wieder auf die „Parkstraße“ trifft, vereinigen sich beide Teile des Umzugs erneut. Dann schwenkt der Umzug auf die „Hauptstraße“ ein und folgt ihr bis zur Einmündung in die „Kirchstraße“. Über die „Kirchstraße“ geht es zur „Amselstraße“. Dort wird sich der Umzug auflösen, die 790 Teilnehmer verlassen die Fahrzeuge und gehen über die „Wiesenstraße“ zum Schützenplatz – zur offiziellen Eröffnung des 125. Wiefelsteder Schützenfestes. Alle angemeldeten Teilnehmer erhalten nach Angaben von Lienens in den kommenden Tagen weitere Hinweise zum Ablauf, bei dem an alles gedacht wurde. So werden den Umzugsteilnehmern sowohl am Start als auch später in der „Parkstraße“ Toiletten zur Verfügung stehen. „Wir freuen uns, dass sich so viele Gruppen beteiligen“, sagt von Lienen, der darauf hinweist, dass natürlich während des Umzugs durch Wiefelstede mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen sein wird.

Zuletzt hatte es vor 25 Jahren einen Festumzug anlässlich des Wiefelsteder Schützenfestes gegeben – eben zum 100-jährigen Bestehen des Vereins. Damals hatten etwa 30 Gruppen und Festwagen teilgenommen.

 

Bild & Text : Claus Stölting

Quelle: NWZonline

VOM START IM JAHR 1893 BIS HEUTE – EIN VEREIN MIT GROSSER TRADITION

VOM START IM JAHR 1893 BIS HEUTEEIN VEREIN MIT GROSSER TRADITION

Dieser Vorstand führt den Schützenverein in das 125jährige Jubiläum (v.l.): Andre Koch (1. Vizepräsident), Timo Broziat (2. Kassenführer), Monika Helms (Jugendsportleiterin),
Dirk Siemen (Schützenpräsident), Dieter Jürgens (Kassenführer), Marten von Lienen (2. Vizepräsident) und Holger Hagendorff (Schriftführer).

Nicht viele Vereine in der Region können auf eine solch lange und vor allem auch erfolgreiche Geschichte wie der Wiefelsteder Schützenverein zurückblicken. In den 125 Jahren seines Bestehens hat der Verein in Wiefelstede Geschichte geschrieben. „Der Wiefelsteder“ blickt zurück in die Anfänge und die Entwicklung des Vereinsgeschehens bis heute.

An einem Sonntag im Juni 1893 trafen sich in Johann Tapken´s Gasthaus – dort wo heute das Wiefelsteder Rathaus steht – eine kleine Anzahl Männer zur ersten Generalversammlung des neu gegründeten Schützenvereins. Zum „Vorstand der ersten Stunde“ wurden fünf Männer gewählt. Gerhard Brumund aus Wiefelstede führte als erster gewählter Direktor den neu gegründeten Verein. Zu seinem Stellvertreter wurde Hinrich Gerhard Claußen aus Wemkendorf gewählt. Die Schießwettbewerbe wurden auf einem Grundstück, das etwa 20 Minuten Fußmarsch vom Dorf Wiefelstede entfernt lag, durchgeführt. Die ersten Schützenfeste fanden auf dem Platz vor dem Hause des Wirtes Eilers statt. Ein Jahr nach der Vereinsgründung wurde auch schon das erste Königsschießen durchgeführt. Johann Kuck durfte sich als erste Majestät des Wiefelsteder Schützenvereins eintragen lassen.

FESTPLATZ „UP´N BOOM“

Die damals rund 40 Mitglieder waren nicht zufrieden mit der großen Entfernung aus dem Dorf zum Schießstand und suchten nach einem geeigneteren Platz. Dieser wurde schließlich auf der rechten Seite an der Straße nach Spohle gefunden. Da die Vereinsfinanzen für den Bau einer Schützenhalle nicht ausreichten, wurden Anteilscheine ausgegeben, die schnell abgesetzt werden konnten. Der Chronist stellt an dieser Stelle fest, dass der Verein nicht nur in heutiger Zeit, sondern auch zu seiner Gründerzeit flexibel, konsequent und schnell handeln konnte. So entstand in Eigenleistung die Schießhalle auf dem neuen Grundstück, das später den Namen „Up´n Boom“ erhalten sollte. Das erste Schützenfest auf diesem Platz konnte bereits am 24. August 1896 stattfinden. So folgten Jahr für Jahr die Schützenfeste, die sich schnell als Höhepunkte im Vereins- und Dorfleben von Wiefelstede entwickelten. Das hat sich bis zum heutigen Tage nicht geändert. Nach und nach wurden Kontakte zu den Nachbarvereinen aufgenommen. Es wurden Freundschaftswettkämpfe ausgetragen und die Mitgliederzahl stieg peu a peu an. Während des Ersten  Weltkriegs fanden keine Schützenfeste statt. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs fanden weiterhin Wettkämpfe und die Schützenfeste statt. Mit dem Ende des Krieges untersagte die englische Besatzungsmacht dem Schützenverein sämtliche Aktivitäten, was letztendlich das Ende des Vereins bedeutete.Mit der zunehmenden Stabilisierung der Verhältnisse wurde auch wieder der Wunsch nach einem Aufl eben des Vereins wach. Eine erste Zusammenkunft fand am 6. August 1949 statt, an dem sich 29 ehemalige Mitglieder im Lokal des Gastwirts Rabe trafen.
Geleitet wurde die Versammlung vom damaligen Bankleitrer der Raiffeisenbank Kurt John. Da sich später herausstellte, dass der alte Verein gar nicht abgemeldet worden war und durch die „Neugründung“ nun zwei Nummern unter dem Begriff „Schützenverein Wiefelstede“ im Vereinsregister eingetragen waren, hätte es zu dieser Aktion gar nicht kommen müssen. Aber, doppelt hält eben besser.

NEUER FESTPLATZ „AM HÖRNER KROOG“

So ging es nach der „Neugründung“ unter dem 1. Vorsitzenden Christian Hienen schnell bergauf. Das Vereinsleben kam wieder richtig in Schwung. Das letzte Schützenfest „Up´n Boom“ fand im Jahr 1951 statt. Ein Jahr später trennte man sich von dem Grundstück und kaufte ein neues in günstiger Lage an der Gristeder Straße neben dem Hörner Kroog. Hier wird auch heute noch das Schützenfest gefeiert. So konnte schließlich das 59. Schützenfest als erstes auf dem neuen Festplatz „Am Hörner Kroog“ gefeiert werden. Die älteren Schützen erinnern sich noch heute an das Fest. Denn in der Nacht gegen drei Uhr heulten die Sirenen. Die Bäckerei Mühlenfeld brannte. Obwohl sich ein Teil der Feuerwehrmänner, die auch dem Schützenverein angehörten, noch auf dem Schützenplatz befanden, warensie in kürzester Zeit beim Brand und im erfolgreichen Einsatz. Das Schützenfest Nr. 64 im Jahr 1957 sorgte für eine Premiere, die bis heute für Furore sorgt. Es wurde zum ersten Mal die Schützenlieselwahl durchgeführt. Helga Haake durfte sich nicht nur die Siegerschärpe umhängen lassen, sondern erhielt obendrein eine von Walter Imken gestiftete Rhein-Mosel-Fahrt. Nach 82 Jahren war es zudem an der Zeit, dass die Männerdomäne im Verein ein Ende hatte. Die ersten Schützendamen hielten 1975 Einzug in den Verein.

SPORTLICHE ERFOLGE IM VORMARSCH

Der sportliche Aspekt neben dem Geselligen fand immer mehr Anreiz und die Erfolge der Schützenklasse ließen nicht lange auf sich warten. So konnten in den Jahren 1977, 1979, 1981 und 1983 auf den Deutschen Meisterschaften in München große Erfolge verzeichnet werden. Der Startschuss zum Schützenfest ist heute nicht mehr denkbar ohne die drei Kanonenschläge und natürlich nicht ohne die „Wiefelsteder-Schützenpolka“. Die Premiere hierzu fand auf dem 89. Schützenfest statt. Das „Westerwald-Echo“hatte dieses Lied mitgebracht und es fehlt heute bei keiner Eröffnung auf dem Rathausplatz.

 

Text & Bild: Wolfgang Wittig

Schützen feiern zweimal Jubiläum

125 Jahre

Schützen feiern zweimal Jubiläum

 

220 Gäste kamen zur Feier. Der Verein ist die größte Schützengesellschaft im Ammerland.

 

Gute Stimmung herrschte bei der Feier zum 125-jährigen Vereinsjubiläum des Schützenvereins Wiefelstede. Zehn Grußworte standen auf dem Programm. Nils Kruidl und Siegfried Kluge füllten die Zwischenräume mit klangvollen Weisen „damit man die Wortbeiträge sacken lassen konnte“, wie Moderator Jörg Weden sagte.

Einige Reden waren mit Witz und Humor gespickt, andere eher ernst und verhalten. Alle hatten aber eines gemeinsam: Der Wiefelsteder Schützenverein wurde ausgiebig gelobt, als ein Verein, in dem über 125 Jahre sportliche Größen hervorgegangen sind, wo eine schöne Mischung zwischen Disziplin und Geselligkeit herrscht, wo Bindungen und Freundschaften entstanden sind und der eine für den anderen einsteht.

Vorsitzender Dirk Siemen betonte: „Nachdem die deutschen Fußballer nun wieder zu Hause sind, rückt das Jubiläum des Vereins in den Vordergrund“. Er stellte besonders heraus, dass in den 125 Jahren des Bestehens der Schießsport besonders gefördert, die Traditionen gewahrt und gepflegt wurden, aber man auch immer offen für Neues sei. „Nicht diese Festveranstaltung bildet den Höhepunkt des Jubiläumsjahres, sondern unser Schützenfest im August“, so der Vorsitzende. Das Schlusswort hatte er dem Moderator übertragen.

Kaum hatte der begonnen, bekam er einen (fingierten) Anruf seiner 90-jährigen Mama auf seinem Smartphone und musste auf Anfrage erzählen, was am Abend abgelaufen sei. Er erzählte ihr von der Rede der Vizepräsidentin des Deutschen Schützenbundes und Mitglied des Bundestages, Susanne Mittag (SPD). „Ist denn Frau Merkel auch da?“, fragte die Mama. Nein? „Dann solle Frau Mittag sie aber zum Schützenfest im August mitbringen“, bat sie.

Bürgermeister Jörg Pieper erinnerte, dass im Gründungsjahr 1893 ein Patent für einen „Verbrennungsmotor, dessen charakteristische Merkmale Selbstzündung, innere Gemischbildung und qualitative Lastbeeinflussung“ sind, beantragt wurde. Und damit meinte er den Dieselmotor. „Der Wiefelsteder Schützenverein ist eine gut funktionierende Organisation in der Mitte der Gemeinde“, so Pieper. Eine gute Jugendarbeit sei der Garant für sportlichen Erfolg.

Der stellvertretende Landrat Heino Hots verwies auf den Gemeinsinn in einem Verein. Und Susanne Mittag betonte: „Es gibt nicht so viele Vereine, die so gut aufgestellt sind wie der Wiefelsteder Schützenverein.“

Mittag mahnte die Digitalisierung auch im Vereinswesen an. „Der Deutsche Schützenbund unterstützt sie dabei“, versprach sie. Peter Wiechmann, Präsident des Oldenburger Schützenbundes, Rolf Kaiser, Präsident des Ammerländer Schützenbundes und Monika Wiemken, Vorsitzende des Kreissportbundes Ammerland hatten ebenfalls viel Lob und Anerkennung für den Verein.

Die Festrede von Jonny Otten, Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes, gab es ganz zum Schluss der Feier. Er ging auf die Geschichte des Schützensports ein und stellte richtig, dass der Schützensport seinen Ursprung in dem Wort „Schutz“ hätte und nicht vorrangig im „schießen“.

 

Bild & Text: Eilert Freese

Quelle: NWZonline