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Neele Bruns ist Schützenliesel

Neele Bruns ist Schützenliesel

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Im Jubiläumsjahr des Schützenvereins Wiefelstede „Liesel“ zu werden, das ist für die 17-Jährige etwas ganz Besonderes. Sie hatte sich erstmals beworben.

Neele Bruns aus Wiefelstede ist die neue Wiefelsteder Schützenliesel. Die 17-Jährige wurde am Montagabend anlässlich des 125. Wiefelsteder Schützenfestes gewählt. Sie hatte die Startnummer 1. Ihr stehen als 1. Hofdame Josefine Pioreck (17, Wiefelstede, Startnummer 10) und als 2. Hofdame Freya Schröder (18, Dringenburg, Startnummer 7) zur Seite. Die Wahl der Schützenliesel ist alljährlich ein Höhepunkt und der Abschluss des Wiefelsteder Schützenfestes – und da der Verein in diesem Jahr sein rundes Jubiläum feiert, ist auch für Neele Bruns der Titel etwas ganz Besonderes.

12 Kandidaten hatten sich am Montagabend zur Wahl gestellt, die wie stets im Rahmen der Non-Stop-Party im Festzelt stattfand. Die Partyband „Line Six“ und Dj Westi heizten dem Publikum während des Abends ordentlich ein, die Stimmung im Zelt und auf dem Festplatz war ausgelassen und fröhlich – und auch an diesem Montagabend war das Schützenfest überaus gut besucht.

Moderator Wolfgang Stubbe führte durch die Wahl, bei der sich die Kandidatinnen zunächst auf der Bühne einzeln vorzustellen hatten. Eine Polonaise und die obligatorische Fahrt im Autoscooter absolvierten die jungen Damen souverän und warben anschließend jede für sich beim Publikum um Stimmen – mit der Startnummer hoch über dem Kopf.

Im Jubiläumsjahr durfte erstmals nicht nur wie sonst das männliche Publikum wählen, sondern auch eine nach Angaben des Schützenvereins neutrale Jury, deren Mitglieder nichts voneinander wussten. Es wurde nach Mitternacht, bis das Ergebnis auf der Bühne endlich verkündet wurde.

Neele Bruns, die sich erstmals überhaupt der „Liesel“-Wahl gestellt hatte, darf sich als Gewinnerin über 1000 Euro in bar freuen – und auf ein Wochenende mit einem Mercedes SLK. Ihre Hofdamen erhalten jeweils 300 Euro in bar und bekommen für ein Wochenende einen Opel Cascada gestellt.

„Ich war sehr, sehr aufgeregt“, schildert die frischgebackene Schützenliesel am Dienstag ihre Gefühle, als sie mit zwei weiteren Kandidatinnen auf der Bühne bleiben durfte – und immer noch unklar war, wer denn wohl den Titel holen würde. Und als Moderator Wolfgang Stubbe die ersten Hinweise gab, da wusste die 17-Jährige erst gar nicht, was gemeint war.

Neele ist wie ihre Eltern Hergen und Elke Mitglied im Schützenverein – und spielt Handball beim SVE Wiefelstede, in der Regionsoberliga und in der weiblichen A-Jugend. Ihre Eltern sind natürlich sehr stolz auf ihre Tochter. Das war auch am Montagabend vor allem Vater Hergen anzumerken: Ihn hielt es bei der Bekanntgabe der Gewinnerin nicht mehr im Publikum: Er stürzte auf die Bühne und umarmte seine Tochter. Später durfte er mit ihr den traditionellen Tanz nach der Wahl absolvieren.

In der Schule – Neele besucht derzeit die BBS Rostrup im Bereich Hauswirtschaft und Pflege – blieb ihre Wahl am Dienstag noch weitgehend unbemerkt, erzählt die 17-Jährige. Ihren Gewinn will sie erst einmal beiseite legen. „Ich spare schon für eine größere Reise“, sagt sie: „Auch wenn ich noch nicht genau weiß, wohin ich 2019 fahren will.“

 

Bild & Text : Claus Stölting

Quelle: NWZonline

Große Gaudi für die Kleinen

Große Gaudi für die Kleinen

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Es war der Nachmittag der Kinder beim 125. Schützenfest. Die Schützen holten die Kleinen beim Rathaus ab – für den Kinderumzug. Später gab’s kleine Überraschungen.

Einige der kleinen Fans des Schützenvereins Wiefelstede in ihren Vereins-T-Shirts waren sich angesichts des 125-jährigen Bestehens des Schützenvereins Wiefelstede am Montagnachmittag der Bedeutung des Augenblicks nicht so recht bewusst. Sie in der Gruppe zu halten glich denn auch eher dem Versuch, einen Sack Flöhe zu hüten. Irgendwo krabbelt immer eines weg – und dem Vernehmen nach gab es besonders junge Kandidaten, die es auf dem Schützenplatz nicht rechtzeitig aus dem Kinderwagen schafften – hin zum Gruppenfoto, eben mit Vereins-T-Shirt. 23 kamen immerhin rechtzeitig und sind nun in den Annalen des Vereins auf immer verewigt.

Im April hatte Schützenpräsident Dirk Siemen angekündigt, solche Hemdchen mit dem Namen des Kindes und dem Vereinswappen drauf zu verschenken – an Kinder bis 6 Jahre, deren Eltern Mitglied sind oder bei denen zumindest ein Elternteil Mitglied ist. Oder auch an Kinder, die schon Mitglied im Verein sind oder es werden wollen. Hintergrund der Aktion war ein Foto, dass die NWZ im Vorjahr anlässlich des Schützenfestes veröffentlicht hatte. Darauf waren acht Kinder zu sehen, die diese grünen T-Shirts trugen. Das sorgte für Aufsehen. So kam der Verein auf die Idee für die Nachwuchswerbung.

Es war der Nachmittag der Kinder beim Fest – mit großem Festumzug, Überraschungstüten, Kindergaudi und allem drum und dran. Eine beeindruckende Anzahl von Kindern und ihren erwachsenen Begleitern hatte sich in der Kirchstraße vor dem Rathaus eingefunden für den großen Umzug zum Festplatz – bei schönstem Wetter, wohlgemerkt. Die Schützen mit ihrem Jubiläums-Schützenkönig Dirk Siemen holten die Kinder dort ab, begleitet vom Spielmannszug „Brass & More“, der für den richtigen Schwung während des Marsches sorgte. Die Freiwillige Feuerwehr Wiefelstede sorgte für die Absicherung der Strecke. Wie stets waren die Kinder mit bunten Blumenstöcken „bewaffnet“, die sich später im Festzelt gegen kleine Überraschungen eintauschen durften. Wie immer dienten die Stöcke dazu, das Festzelt zu schmücken.

Bereits am Eingang zum Festplatz entstand aber zunächst einmal ein Stau, in dem die kleinen Festbesucher eine Überraschungstüte in Empfang nahmen. Die Tüten hatten die Schützen am Morgen gepackt. Es sollen 500 gewesen sein, hieß es am Nachmittag auf dem Platz.

Mit dem Kindernachmittag schaffte es der Verein auch in diesem Jahr wieder, selbst an einem Montag tagsüber den Festplatz anlässlich des Schützenfestes mit viel Leben zu füllen.

 

Bild & Text : Claus Stölting

Quelle: NWZonline

Feuerwerk abgesagt !

Das Feuerwerk zum Ausklang des Schützenfest-Sonntag am 12.08.2018 ist abgesagt, dies hat das Eventteam zusammen mit dem Feuerwerker, der Feuerwehr und der Gemeinde einstimmig beschlossen.

Die Brandgefahr ist Momentan einfach zu groß, und diese Gefahr wollen wir vom Schützenverein Wiefelstede nicht eingehen.

Auf den restlichen Ablauf des Schützenfestes hat das aber keine weiteren Auswirkungen.

VOM START IM JAHR 1893 BIS HEUTE – EIN VEREIN MIT GROSSER TRADITION

VOM START IM JAHR 1893 BIS HEUTEEIN VEREIN MIT GROSSER TRADITION

Dieser Vorstand führt den Schützenverein in das 125jährige Jubiläum (v.l.): Andre Koch (1. Vizepräsident), Timo Broziat (2. Kassenführer), Monika Helms (Jugendsportleiterin),
Dirk Siemen (Schützenpräsident), Dieter Jürgens (Kassenführer), Marten von Lienen (2. Vizepräsident) und Holger Hagendorff (Schriftführer).

Nicht viele Vereine in der Region können auf eine solch lange und vor allem auch erfolgreiche Geschichte wie der Wiefelsteder Schützenverein zurückblicken. In den 125 Jahren seines Bestehens hat der Verein in Wiefelstede Geschichte geschrieben. „Der Wiefelsteder“ blickt zurück in die Anfänge und die Entwicklung des Vereinsgeschehens bis heute.

An einem Sonntag im Juni 1893 trafen sich in Johann Tapken´s Gasthaus – dort wo heute das Wiefelsteder Rathaus steht – eine kleine Anzahl Männer zur ersten Generalversammlung des neu gegründeten Schützenvereins. Zum „Vorstand der ersten Stunde“ wurden fünf Männer gewählt. Gerhard Brumund aus Wiefelstede führte als erster gewählter Direktor den neu gegründeten Verein. Zu seinem Stellvertreter wurde Hinrich Gerhard Claußen aus Wemkendorf gewählt. Die Schießwettbewerbe wurden auf einem Grundstück, das etwa 20 Minuten Fußmarsch vom Dorf Wiefelstede entfernt lag, durchgeführt. Die ersten Schützenfeste fanden auf dem Platz vor dem Hause des Wirtes Eilers statt. Ein Jahr nach der Vereinsgründung wurde auch schon das erste Königsschießen durchgeführt. Johann Kuck durfte sich als erste Majestät des Wiefelsteder Schützenvereins eintragen lassen.

FESTPLATZ „UP´N BOOM“

Die damals rund 40 Mitglieder waren nicht zufrieden mit der großen Entfernung aus dem Dorf zum Schießstand und suchten nach einem geeigneteren Platz. Dieser wurde schließlich auf der rechten Seite an der Straße nach Spohle gefunden. Da die Vereinsfinanzen für den Bau einer Schützenhalle nicht ausreichten, wurden Anteilscheine ausgegeben, die schnell abgesetzt werden konnten. Der Chronist stellt an dieser Stelle fest, dass der Verein nicht nur in heutiger Zeit, sondern auch zu seiner Gründerzeit flexibel, konsequent und schnell handeln konnte. So entstand in Eigenleistung die Schießhalle auf dem neuen Grundstück, das später den Namen „Up´n Boom“ erhalten sollte. Das erste Schützenfest auf diesem Platz konnte bereits am 24. August 1896 stattfinden. So folgten Jahr für Jahr die Schützenfeste, die sich schnell als Höhepunkte im Vereins- und Dorfleben von Wiefelstede entwickelten. Das hat sich bis zum heutigen Tage nicht geändert. Nach und nach wurden Kontakte zu den Nachbarvereinen aufgenommen. Es wurden Freundschaftswettkämpfe ausgetragen und die Mitgliederzahl stieg peu a peu an. Während des Ersten  Weltkriegs fanden keine Schützenfeste statt. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs fanden weiterhin Wettkämpfe und die Schützenfeste statt. Mit dem Ende des Krieges untersagte die englische Besatzungsmacht dem Schützenverein sämtliche Aktivitäten, was letztendlich das Ende des Vereins bedeutete.Mit der zunehmenden Stabilisierung der Verhältnisse wurde auch wieder der Wunsch nach einem Aufl eben des Vereins wach. Eine erste Zusammenkunft fand am 6. August 1949 statt, an dem sich 29 ehemalige Mitglieder im Lokal des Gastwirts Rabe trafen.
Geleitet wurde die Versammlung vom damaligen Bankleitrer der Raiffeisenbank Kurt John. Da sich später herausstellte, dass der alte Verein gar nicht abgemeldet worden war und durch die „Neugründung“ nun zwei Nummern unter dem Begriff „Schützenverein Wiefelstede“ im Vereinsregister eingetragen waren, hätte es zu dieser Aktion gar nicht kommen müssen. Aber, doppelt hält eben besser.

NEUER FESTPLATZ „AM HÖRNER KROOG“

So ging es nach der „Neugründung“ unter dem 1. Vorsitzenden Christian Hienen schnell bergauf. Das Vereinsleben kam wieder richtig in Schwung. Das letzte Schützenfest „Up´n Boom“ fand im Jahr 1951 statt. Ein Jahr später trennte man sich von dem Grundstück und kaufte ein neues in günstiger Lage an der Gristeder Straße neben dem Hörner Kroog. Hier wird auch heute noch das Schützenfest gefeiert. So konnte schließlich das 59. Schützenfest als erstes auf dem neuen Festplatz „Am Hörner Kroog“ gefeiert werden. Die älteren Schützen erinnern sich noch heute an das Fest. Denn in der Nacht gegen drei Uhr heulten die Sirenen. Die Bäckerei Mühlenfeld brannte. Obwohl sich ein Teil der Feuerwehrmänner, die auch dem Schützenverein angehörten, noch auf dem Schützenplatz befanden, warensie in kürzester Zeit beim Brand und im erfolgreichen Einsatz. Das Schützenfest Nr. 64 im Jahr 1957 sorgte für eine Premiere, die bis heute für Furore sorgt. Es wurde zum ersten Mal die Schützenlieselwahl durchgeführt. Helga Haake durfte sich nicht nur die Siegerschärpe umhängen lassen, sondern erhielt obendrein eine von Walter Imken gestiftete Rhein-Mosel-Fahrt. Nach 82 Jahren war es zudem an der Zeit, dass die Männerdomäne im Verein ein Ende hatte. Die ersten Schützendamen hielten 1975 Einzug in den Verein.

SPORTLICHE ERFOLGE IM VORMARSCH

Der sportliche Aspekt neben dem Geselligen fand immer mehr Anreiz und die Erfolge der Schützenklasse ließen nicht lange auf sich warten. So konnten in den Jahren 1977, 1979, 1981 und 1983 auf den Deutschen Meisterschaften in München große Erfolge verzeichnet werden. Der Startschuss zum Schützenfest ist heute nicht mehr denkbar ohne die drei Kanonenschläge und natürlich nicht ohne die „Wiefelsteder-Schützenpolka“. Die Premiere hierzu fand auf dem 89. Schützenfest statt. Das „Westerwald-Echo“hatte dieses Lied mitgebracht und es fehlt heute bei keiner Eröffnung auf dem Rathausplatz.

 

Text & Bild: Wolfgang Wittig

Schützen feiern zweimal Jubiläum

125 Jahre

Schützen feiern zweimal Jubiläum

 

220 Gäste kamen zur Feier. Der Verein ist die größte Schützengesellschaft im Ammerland.

 

Gute Stimmung herrschte bei der Feier zum 125-jährigen Vereinsjubiläum des Schützenvereins Wiefelstede. Zehn Grußworte standen auf dem Programm. Nils Kruidl und Siegfried Kluge füllten die Zwischenräume mit klangvollen Weisen „damit man die Wortbeiträge sacken lassen konnte“, wie Moderator Jörg Weden sagte.

Einige Reden waren mit Witz und Humor gespickt, andere eher ernst und verhalten. Alle hatten aber eines gemeinsam: Der Wiefelsteder Schützenverein wurde ausgiebig gelobt, als ein Verein, in dem über 125 Jahre sportliche Größen hervorgegangen sind, wo eine schöne Mischung zwischen Disziplin und Geselligkeit herrscht, wo Bindungen und Freundschaften entstanden sind und der eine für den anderen einsteht.

Vorsitzender Dirk Siemen betonte: „Nachdem die deutschen Fußballer nun wieder zu Hause sind, rückt das Jubiläum des Vereins in den Vordergrund“. Er stellte besonders heraus, dass in den 125 Jahren des Bestehens der Schießsport besonders gefördert, die Traditionen gewahrt und gepflegt wurden, aber man auch immer offen für Neues sei. „Nicht diese Festveranstaltung bildet den Höhepunkt des Jubiläumsjahres, sondern unser Schützenfest im August“, so der Vorsitzende. Das Schlusswort hatte er dem Moderator übertragen.

Kaum hatte der begonnen, bekam er einen (fingierten) Anruf seiner 90-jährigen Mama auf seinem Smartphone und musste auf Anfrage erzählen, was am Abend abgelaufen sei. Er erzählte ihr von der Rede der Vizepräsidentin des Deutschen Schützenbundes und Mitglied des Bundestages, Susanne Mittag (SPD). „Ist denn Frau Merkel auch da?“, fragte die Mama. Nein? „Dann solle Frau Mittag sie aber zum Schützenfest im August mitbringen“, bat sie.

Bürgermeister Jörg Pieper erinnerte, dass im Gründungsjahr 1893 ein Patent für einen „Verbrennungsmotor, dessen charakteristische Merkmale Selbstzündung, innere Gemischbildung und qualitative Lastbeeinflussung“ sind, beantragt wurde. Und damit meinte er den Dieselmotor. „Der Wiefelsteder Schützenverein ist eine gut funktionierende Organisation in der Mitte der Gemeinde“, so Pieper. Eine gute Jugendarbeit sei der Garant für sportlichen Erfolg.

Der stellvertretende Landrat Heino Hots verwies auf den Gemeinsinn in einem Verein. Und Susanne Mittag betonte: „Es gibt nicht so viele Vereine, die so gut aufgestellt sind wie der Wiefelsteder Schützenverein.“

Mittag mahnte die Digitalisierung auch im Vereinswesen an. „Der Deutsche Schützenbund unterstützt sie dabei“, versprach sie. Peter Wiechmann, Präsident des Oldenburger Schützenbundes, Rolf Kaiser, Präsident des Ammerländer Schützenbundes und Monika Wiemken, Vorsitzende des Kreissportbundes Ammerland hatten ebenfalls viel Lob und Anerkennung für den Verein.

Die Festrede von Jonny Otten, Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes, gab es ganz zum Schluss der Feier. Er ging auf die Geschichte des Schützensports ein und stellte richtig, dass der Schützensport seinen Ursprung in dem Wort „Schutz“ hätte und nicht vorrangig im „schießen“.

 

Bild & Text: Eilert Freese

Quelle: NWZonline